Am Mittwoch haben der chinesische Handelsminister Wang Wentao und die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, ein Videogespräch geführt, in dem beide Seiten offen über die Nexperia-Halbleiterfrage diskutierten.
Wang erklärte, dass die vorübergehende Aussetzung des Verwaltungsdekrets durch die Niederlande zwar ein kleiner Schritt in Richtung einer sorgfältigen Lösung sei, die globalen Halbleiter-Lieferketten jedoch weiterhin schwach geblieben seien. Grund dafür sei die fortgesetzte unvernünftige administrative und rechtliche Einmischung der niederländischen Seite in die Unternehmen. Die Wurzeln für das bestehende Chaos und die Unruhe seien dadurch nicht beseitigt worden. Wang betonte, die Niederlande sollten so bald wie möglich durch aufrichtige und praktische Maßnahmen ein konstruktives Vorgehen präsentieren und die Anliegen aller Beteiligten grundlegend lösen, um die Bedingungen für die Wiederherstellung stabiler und reibungsloser globaler Halbleiter-Produktions- und Lieferketten zu schaffen.
Beide Seiten waren sich einig, dass die Unternehmen selbst die Hauptakteure bei der Lösung dieser Frage seien. Nexperia (Niederlande) und Nexperia (China) sollten daher zeitnah konstruktive Konsultationen über interne Unternehmenskontroversen aufnehmen und ein effektives Programm zur langfristigen Lösung entwickeln.