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China stellt ersten Roboter für Tiefseebohrungen und In-situ-Überwachung vor

Donnerstag, 15. Januar 2026 Quelle :

China hat laut Angaben der chinesischen Geologischen Behörde unter dem Ministerium für natürliche Ressourcen am Mittwoch seinen ersten Roboter erfolgreich getestet, der dreidimensionale Bohrungen und Überwachungen in Tiefseeschichten im Südchinesischen Meer durchführen kann.

Der von der Guangzhou Marine Geological Survey (GMGS) eigenständig entwickelte Roboter stellt einen bedeutenden Fortschritt für Chinas Tiefseeforschung und die In-situ-Überwachung von Untergrundumgebungen dar.


Ein Unterwasserroboter für die dreidimensionale Bohrung und Überwachungen in Tiefseeschichten beim Einsatz im Meer.

Der 2,5 Meter große und 110 Kilogramm schwere Roboter ist mit einem Bohrsystem und mehreren Sensoren ausgestattet, die eine großflächige, lang andauernde und multiparametrische Echtzeit-In-situ-Überwachung ermöglichen. Kürzlich hat er einen Testbetrieb in einer Wassertiefe von 1.264 Metern im Südchinesischen Meer absolviert, wobei alle Leistungsindikatoren die Konstruktionsanforderungen erfüllten.

Während einer kürzlich durchgeführten Forschungsfahrt sei der Roboter eingesetzt worden, um eine Echtzeit-Überwachung vor Ort der Zielschichten durchzuführen, sagte Zhu Yangtao, Ingenieur bei GMGS. Der Einsatz lieferte mehr als 2.000 Datensätze, darunter Methankonzentrationen, gelöste Sauerstoffwerte und Informationen zur Untergrundstruktur, die den Forschern ein besseres Verständnis der geologischen Gegebenheiten des Testabbaugebiets ermöglichen.

Um die Herausforderungen der Tiefsee wie niedrige Temperaturen, hohen Salzgehalt und instabile geologische Bedingungen zu bewältigen, haben die Forscher den Roboter mit Algorithmen für künstliche Intelligenz, Trägheitsnavigation und magnetischen Leuchtfeuer-gestützten Positionierungssystemen ausgestattet. Diese Technologien ermöglichen es dem Roboter, Hindernissen auszuweichen, optimale Routen zu planen und eine präzise Positionierung zu erreichen, während er in den Schichten unter dem Meeresboden bohrt.

Inspiriert von der Fortbewegung von Regenwürmern im Boden nutze der Roboter laut Zhu ein biomimetisches, mehrsegmentiges Design, das es ihm ermögliche, seine Richtung frei zu ändern und sich in alle Richtungen innerhalb der Schichten zu bewegen. Er fügte hinzu, dass sein dreidimensionaler Positionierungsfehler innerhalb einer Reichweite von 200 Metern unter 0,3 Metern liege, während seine Erfolgsquote bei der Vermeidung von Hindernissen 99,5 Prozent erreiche.

Das Forschungsteam plant, die Gesamtleistung des Roboters weiter zu verbessern und ihn für die Erforschung wichtiger Ressourcen wie Erdgashydrate und seltene Erden in der Tiefsee einzusetzen, um Chinas nationales wissenschaftliches Tiefsee-Bohrprogramm zu unterstützen.