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Die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland ist eine Säule der Stabilität in einer unsicheren Welt

Mittwoch, 25. Februar 2026 Quelle :


Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz spricht auf dem Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos (Schweiz) am 22. Januar 2026. (Foto: Xinhua/Lian Yi)

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz stattet China am Mittwoch seinen ersten offiziellen Besuch ab. Für die zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Welt bietet die Reise eine gute Gelegenheit, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen, die pragmatische Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsam einen größeren Beitrag zu Weltfrieden und Wohlstand zu leisten.

In einer Zeit globaler Turbulenzen und Umbrüche tragen China und Deutschland als große Volkswirtschaften und Verfechter des Multilateralismus gemeinsam die Verantwortung, die Stabilität globaler Industrie- und Lieferketten zu wahren und Protektionismus und wirtschaftlichem Zwang entgegenzutreten.

In einer viel beachteten Geste übermittelte Merz kürzlich über die Social-Media-Plattform X Grüße zum chinesischen Neujahr und äußerte die Hoffnung, dass das Jahr des Pferdes „den deutsch-chinesischen Beziehungen Kraft und neue Impulse verleihen“ möge. Diese Botschaft wurde in Deutschland weithin als Zeichen positiver Erwartungen Berlins an die Reise und dessen Absicht interpretiert, die Wirtschaftsbeziehungen durch einen hochrangigen Dialog neu zu beleben.


Besucher betrachten ein Dualquellen-Photonenzähler-CT-Gerät von Siemens, das in Asien seine Premiere feierte, während der China International Import Expo (CIIE) in Shanghai am 6. November 2025. (Foto: Xinhua/Fang Zhe)

Die Zusammensetzung der Delegation unterstreicht die Bedeutung des Besuchs. Führungskräfte von rund 30 großen Unternehmen, darunter Bayer, Siemens, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen, werden den Kanzler voraussichtlich begleiten und damit einmal mehr das Vertrauen der deutschen Wirtschaft in die chinesische Wirtschaft und die Vitalität der bilateralen Zusammenarbeit unterstreichen.

Laut dem „Handelsblatt“ überstieg die Zahl der Anmeldungen für die Reise die verfügbaren Plätze deutlich – ein Zeichen für die Entschlossenheit der deutschen Industrie, ihre Präsenz in China zu vertiefen und Investitionen und Partnerschaften auszubauen.

Die Begeisterung der deutschen Wirtschaft wurzelt in jahrzehntelanger wirtschaftlicher Logik. Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1972 haben die beiden Länder ein dichtes Netz wirtschaftlicher Verbindungen geknüpft. Deutschland ist seit Langem Chinas größter Handelspartner und wichtigste Quelle ausländischer Investitionen in Europa. Ihre Industriezweige sind eng verzahnt, und die Grundlage der Zusammenarbeit wird stetig verstärkt.

Offizielle Daten des chinesischen Handelsministeriums belegen, dass der bilaterale Handel zwischen China und Deutschland seit Jahren ununterbrochen über 200 Milliarden US-Dollar liegt. China hat seine Position als Deutschlands größter Handelspartner in neun der letzten zehn Jahre gefestigt.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Beziehung zwischen China und Deutschland weiter intensiviert. Von der Automobil- und Maschinenbauindustrie bis hin zu Chemie und Hightech-Werkstoffen haben deutsche Unternehmen China nicht nur aufgrund seiner enormen Größe, sondern auch als Innovationszentrum genutzt. Während die deutschen Automobilkonzerne China als globalen Kernmarkt betrachten, haben große Unternehmen wie BASF und Merck Forschungs- und Entwicklungscluster sowie Produktionsstandorte aufgebaut, was die stetig vertieften industriellen Beziehungen widerspiegelt.


Ein Journalist filmt einen ausgestellten Volkswagen ID. AURA auf der 21. Auto Shanghai in Shanghai am 23. April 2025. (Foto: Xinhua/Fang Zhe)

Der Besuch findet vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über eine „Entkopplung“ und eine „Risikoreduzierung“ gegenüber China in Europa und sogar in Deutschland statt. Die Stimmung in der Wirtschaft spiegelt jedoch eine andere Einschätzung wider, die auf langfristigem Vertrauen beruht.

Eine Umfrage der Deutschen Handelskammer in China zeigt, dass 93 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Präsenz in China beibehalten oder ausbauen wollen, mehr als die Hälfte plant, ihre Investitionen in den nächsten zwei Jahren zu erhöhen, und fast zwei Drittel chinesische Partner als unverzichtbare strategische Stützen betrachten. Gleichzeitig fließen die Innovationsgewinne aus China zurück in die deutschen Konzernzentralen und treiben Produktverbesserungen weltweit voran.

Konkrete Daten bestätigen diesen Trend. Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigen, dass die deutschen Direktinvestitionen in China im Jahr 2025 rund 7 Milliarden Euro betrugen – deutlich mehr als die rund 4,5 Milliarden Euro in 2024. Wie Jürgen Matthes, ein Experte des Instituts, feststellt, bauen deutsche Unternehmen ihre Präsenz in China nicht nur aus, sondern beschleunigen auch das Investitionstempo.

Die langfristige Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen bleibt klar. Jahrzehntelanger Austausch hat die beiden Volkswirtschaften eng miteinander verbunden und ihre Partnerschaft zu einem Paradebeispiel für die Vorteile der Globalisierung gemacht. Sie verbindet zwei führende Industrienationen durch Handel, Investitionen und Innovation.

In einer Zeit zunehmenden Protektionismus und Unilateralismus ist die engere Zusammenarbeit zwischen Beijing und Berlin von weitreichender Bedeutung. Sie dient als Anker für globale Erwartungen und beweist, dass Offenheit und praktische Kooperation in einer unsicheren Welt weiterhin die beste Option für große Volkswirtschaften sind.