Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung ist derzeit die wichtigste Aufgabe für Afghanistan.
Dies erklärte der chinesische Ständige Vertreter bei den Vereinten Nationen, Fu Cong, am Montag auf einer Sitzung des Weltsicherheitsrats zur Lage in Afghanistan.
Derzeit stehe Afghanistan vor zahlreichen Herausforderungen in den Bereichen humanitäre Hilfe, Entwicklung, Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte, so Fu weiter. Rund 22 Millionen Menschen im Land seien weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als 30 Millionen Menschen müssten mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen.
Zudem hätten im Krieg zurückgelassene Sprengkörper weiterhin Tod und Verletzungen unter der Zivilbevölkerung verursacht. Millionen Flüchtlinge könnten bislang nicht in ihre Heimat zurückkehren. Hinzu kämen häufige Naturkatastrophen. All diese Faktoren hätten die humanitäre Krise und die Entwicklungsprobleme in Afghanistan weiter verschärft.
Fu Cong fügte hinzu, bedauerlicherweise hätten einige Länder ihre Hilfe für Afghanistan reduziert oder sogar eingestellt. Dies habe dazu geführt, dass im vergangenen Jahr zahlreiche Hilfsprojekte der UN und internationaler Hilfsorganisationen eingestellt werden mussten.
China rufe daher die traditionellen Geberländer, insbesondere jene Staaten, die eine historische Verantwortung gegenüber Afghanistan trügen, dazu auf, ihre Hilfsprogramme möglichst bald wieder aufzunehmen und auszuweiten.