Der chinesische Handelsminister Wang Wentao hat bei seinen Treffen mit führenden Persönlichkeiten der deutschen Unternehmen BASF, Volkswagen und Bosch am Sonntag dazu aufgerufen, das multilaterale Handelssystem zu wahren und die wirtschaftlichen und handelspolitischen Spannungen zwischen China und Europa im Dialog zu lösen.

Bei einem Treffen mit Markus Kamieth, dem Vorstandsvorsitzenden der BASF, forderte Wang laut einer am Montag veröffentlichten Erklärung des chinesischen Handelsministeriums China und Europa dazu auf, das multilaterale Handelssystem, das auf die Welthandelsorganisation (WTO) ausgerichtet ist, zu verteidigen.

Vor Oliver Blume, dem Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen, sagte Wang, dass China und Europa ihre Wettbewerbs- und Kooperationsbeziehungen rational betrachten, einen fairen, geordneten und gesunden Wettbewerb führen und die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit vertiefen sollten.

Bei einem Treffen mit Stefan Hartung, dem Vorstandsvorsitzenden von Bosch, erklärte Wang Wentao, China sei bereit, gemeinsam mit der europäischen Seite Protektionismus und Unilateralismus abzulehnen, Wirtschafts- und Handelskonflikte durch Dialog und Konsultationen zu lösen, die wirtschaftlichen und handelspolitischen Bedenken der jeweils anderen Seite angemessen zu berücksichtigen sowie ein faires, offenes und diskriminierungsfreies politisches Umfeld für die geschäftliche Zusammenarbeit zu fördern.