Die Vorsitzende der chinesischen Kuomintang (KMT), Cheng Li-wun, hat am Samstag gemeinsam mit einer Parteidelegation am Kenotaph von Sun Yat-sen in Beijing ihre Ehrerbietung erwiesen.
Das Kenotaph befindet sich im Biyun-Tempel im Fragrant Hills Park. Sun Yat-sen, Gründungsfigur der Kuomintang und bedeutender Wegbereiter der demokratischen Revolution in China, starb 1925 in Beijing. Seine sterblichen Überreste wurden zunächst im Biyun-Tempel aufbewahrt, bevor sie 1929 in das Sun-Yat-sen-Mausoleum in Nanjing überführt wurden.
Gegen 9 Uhr traf die Delegation im Tempel ein. In einer Gedenkhalle verneigten sich die Teilnehmer dreimal vor einer lebensgroßen weißen Marmorstatue Sun Yat-sens und begaben sich anschließend zum Kenotaph, um dort ihre Ehrerbietung zu erweisen.
Zur Delegation gehörten unter anderem die drei stellvertretenden KMT-Vorsitzenden Lee Chien-lung, Chang Jung-kung und Hsiao Hsu-tsen.
Cheng erklärte am Freitag in Beijing auf einer Pressekonferenz, sie sei bereit, „alles zu tun, solange es dazu beiträgt, den Frieden über die Taiwanstraße hinweg zu fördern“.
Cheng ist die erste KMT-Vorsitzende seit einem Jahrzehnt, die eine Delegation auf das chinesische Festland führt. Der Besuch dauert von Dienstag bis Sonntag. Vor ihrer Ankunft in Beijing hatte die Delegation bereits die Provinz Jiangsu sowie die Metropole Shanghai besucht.