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China startet erstes Geothermieprojekt mit superkritischer Kohlendioxid-Technologie

Donnerstag, 21. Mai 2026 Quelle :

Chinas erstes Projekt zur Wärmegewinnung aus Geothermie unter Verwendung von superkritischem Kohlendioxid hat in Zhengzhou in der zentralchinesischen Provinz Henan offiziell den Betrieb aufgenommen. Dies markiert einen neuen Durchbruch bei der effizienten Erschließung und Nutzung von Geothermie, wie die China Huaneng Group am Dienstag mitteilte.

Im Gegensatz zur herkömmlichen geothermischen Wärmegewinnung nutzt das Projekt überkritisches Kohlendioxid anstelle von Wasser als Wärmeträgermedium. Das überkritische Kohlendioxid wird in den Boden eines geothermischen Bohrlochs injiziert, wo es die Erdwärme aufnimmt, bevor es an die Oberfläche zurückkehrt und diese Wärme an das für Heizzwecke verwendete Wasser abgibt.

Im Vergleich zur herkömmlichen wasserbasierten geothermischen Wärmeübertragung weist überkritisches Kohlendioxid eine höhere Dichte und einen geringeren Strömungswiderstand auf, was eine höhere Wärmegewinnungseffizienz ermöglicht. Die Technologie kann die Wärmegewinnungskapazität um etwa 20 Prozent steigern und gleichzeitig den Energieverbrauch pro Heizleistungseinheit um zehn Prozent senken.

Der Prozess vermeidet zudem Grundwasserentnahme, Formationskontamination und Störungen der geologischen Umgebung und gewährleistet so eine sauberere und sicherere Wärmegewinnung.

Nach vollständiger Inbetriebnahme wird das Projekt den zentralen Winterheizbedarf von mehr als 18.000 Quadratmetern Wohnfläche decken können, wodurch etwa 288 Tonnen Standardkohle ersetzt und die Kohlendioxidemissionen um rund 750 Tonnen pro Jahr reduziert werden.