„Belt and Road“-Nachrichtennetzwerk

BRNN>>„Belt and Road“-Nachrichtennetzwerk>>BRI-Nachrichten>>Chinas Wirtschaft

China war 2025 das wichtigste Herkunftsland ausländischer Investitionen in Deutschland

Freitag, 22. Mai 2026 Quelle :

Chinesische Unternehmen stellten im vergangenen Jahr die meisten ausländischen Investitionen in Deutschland und überholten damit erstmals seit 2017 die Vereinigten Staaten, wie ein offizieller Bericht vom Donnerstag zeigt.

Chinesische Firmen initiierten dem Jahresbericht der Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing (GTAI) des Bundes zufolge 2025 insgesamt 228 Investitionsprojekte, was einem Wachstum von 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Dem gegenüber waren US-Unternehmen für 206 Investitionsprojekte verantwortlich, ein Rückgang von 10 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Schweiz stand mit 174 Projekten und einem Rückgang von 13,9 Prozent an dritter Stelle. Der Bericht erfasst dabei sowohl Neugründungen als auch Erweiterungsprojekte, nicht aber Fusionen und Übernahmen.

Die Zahl der ausländischen Investitionsprojekte in Deutschland insgesamt fiel 2025 um 9,3 Prozent auf 1564. Nach Einschätzung der GTAI zeige sich hierin das herausfordernde globale Investitionsumfeld. Die Gesellschaft konstatierte, Deutschland zeige sich verglichen mit den Partnerländern der Europäischen Union, die einen Rückgang von durchschnittlich 18 Prozent verzeichneten, vergleichsweise robust.

Das größte Interesse zeigten chinesische Investoren laut dem Bericht an Branchen wie Elektronik und Automatisierung, Verkehr und Logistik sowie Energie und Digitalisierung.

Mehr als jedes fünfte chinesische Investitionsprojekt entfiel auf die Produktion oder Forschung und Entwicklung. Im Vergleich zu allen Auslandsinvestitionen in Deutschland zusammengenommen liegt dieser Anteil über dem Durchschnitt. Die GTAI sieht darin ein Zeichen für eine zunehmende Einbindung chinesischer Unternehmen in die industrielle Basis vor Ort.

Der GTAI-Experte und Autor des Berichts, Thomas Bozoyan, erklärte, chinesische Firmen bauten ihre Präsenz in Deutschland kontinuierlich aus. Dies sei insbesondere bei industriellen Anwendungen, Spitzen- und Zukunftstechnologien sowie wissensintensiven Dienstleistungen der Fall.

„Dies unterstreicht nicht nur die langfristige Attraktivität Deutschlands für chinesische Investoren, sondern spiegelt auch die rasch voranschreitende internationale Expansion global agierender chinesischer Unternehmen wider“, so Bozoyan.