Der chinesische Elektrofahrzeug-Riese BYD hat am Donnerstag seinen ersten selbst entwickelten 4-Nanometer-Chip für intelligentes Fahren vorgestellt. Damit will der Autohersteller seinen Vorsprung auf dem zunehmend umkämpften chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge ausbauen, nachdem seine Verkaufszahlen acht Monate in Folge zurückgegangen waren.
BYD-Vorstandsvorsitzender Wang Chuanfu stellte den Xuanji A3-Chip auf der Unternehmensveranstaltung zur Strategie für intelligentes Fahren vor. Der Chip soll die fortschrittlichen Fahrerassistenzsysteme von BYD unterstützen und dem Unternehmen helfen, im umkämpften chinesischen Elektrofahrzeug-Sektor mit Konkurrenten wie XPeng und Xiaomi zu konkurrieren.
Wang sagte, der Chip habe eine „branchenführende“ Energieeffizienz und verbrauche 20 Prozent weniger Strom als vergleichbare Halbleiterprodukte. Die Massenproduktion sei bereits angelaufen, fügte er hinzu.
Die Chip-Entwicklung von BYD bringt das Unternehmen in der Automobil-Halbleitertechnologie näher an den chinesischen Technologieriesen Huawei heran. Huawei produziert derzeit 7-Nanometer-Chips und hat angekündigt, bis 2031 einen 1,4-Nanometer-Chip auf den Markt bringen zu wollen.
BYD teilte außerdem mit, dass neue Nutzer seines Fahrerassistenzsystems „God’s Eye“ für ein Jahr Versicherungsschutz für damit verbundene Unfälle erhalten würden.