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Chinesischer Meteorologe Xu Jianmin erhält den „Nobelpreis“ der Meteorologie

Donnerstag, 25. Juni 2026 Quelle :

Der chinesische Meteorologe Xu Jianmin, Mitglied in der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften und führender Experte für Satellitenmeteorologie bei der China Meteorological Administration (CMA), wurde am Mittwoch in Genf mit dem 70. Preis der Internationalen Meteorologischen Organisation (IMO) ausgezeichnet.

Bei der Preisverleihung würdigte die Generalsekretärin der IMO-Nachfolgerin Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Celeste Saulo, Xu für seinen unermüdlichen Einsatz, die Satellitenmeteorologie voranzubringen und zuverlässige, praxistaugliche und im Betrieb effektive Satellitendaten bereitzustellen.

Saulo betonte, unter Xus Leitung seien die Einsatzmöglichkeiten der chinesischen FENGYUN (FY)-Wettersatelliten stetig erweitert und ihre Betriebssysteme kontinuierlich verbessert worden. Dies habe die weltweite Wetterbeobachtung und -vorhersage sowie evidenzbasierte Entscheidungsfindung maßgeblich unterstützt.

Daneben hob sie die bedeutende Rolle der FY-Satelliten dabei hervor, Westasien, Ostafrika und die Region des Indischen Ozeans mit Beobachtungsdaten zu versorgen.

Insbesondere die Optimierung der Umlaufbahn des Satelliten FY-2H habe dazu beigetragen, eine langjährige Lücke bei geostationären Wetterbeobachtungen über dem Indischen Ozean zu schließen, was den Plan der WMO zur Datenabdeckung des Indischen Ozeans erheblich vorangebracht habe.

Außerdem lobte Saulo Xus Engagement bei der Förderung junger Wissenschaftler und Fachkräfte, ebenso wie seinen akribischen, pragmatischen und selbstlosen Ansatz in der wissenschaftlichen Forschung.

Der jährlich verliehene IMO-Preis gilt in der internationalen Meteorologie als höchste Auszeichnung und wird oft als der „Nobelpreis der Meteorologie“ bezeichnet. Er würdigt herausragende Leistungen auf den Gebieten der Meteorologie, Hydrologie und Geophysik und wird jedes Jahr nur einer Person zuteil.

Laut der CMA zählt Xu zu den bedeutendsten Gründern und Wegbereitern des chinesischen FY-Wettersatellitenprogramms. Er prägte die strategische Ausrichtung des gesamten Satellitenprogramms und leitete die Forschung, Entwicklung und den Start der polarumlaufenden FY-1- und der geostationären FY-2-Satelliten. Damit gelang China ein historischer Durchbruch in der satellitengestützten Meteorologie.

Xu ist nach Ye Duzheng, Qin Dahe und Zeng Qingcheng bereits der vierte chinesische Wissenschaftler, dem diese große Ehre zuteil wird.