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VW exportiert in China hergestellte Fahrzeuge nach Usbekistan

Donnerstag, 25. Juni 2026 Quelle :

Die Marke Volkswagen sowie die Marke Jetta sind mit einer Reihe von in China produzierten Fahrzeugen auf den usbekischen Markt vorgedrungen, was die wachsende Bedeutung der chinesischen Standorte des Unternehmens als globale Exportdrehscheibe unterstreicht.

Die erste Modellpalette umfasst in China produzierte Modelle der Marke VW wie den Tiguan L Pro, Passat Pro, Teramont Pro, Teramont X, Tharu XR und Lavida XR sowie die Jetta-Modelle VS5 und VS7.

Das zentralasiatische Land sei der erste Überseemarkt, der vollständig von der Marke Volkswagen China Passenger Cars verwaltet wird, erklärte CEO Robert Cisek am Montag.

„Der Export ist ein zentrales strategisches Ziel für Volkswagen“, sagte Cisek. „Usbekistan ist der erste Schritt in unserem ehrgeizigen Plan, wachstumsstarke Märkte mit Produkten aus China zu erschließen.“

Volkswagen erklärte, man wolle das ausgereifte Automobil-Ökosystem Chinas und die lokalisierte Lieferkette nutzen, um Fahrzeuge zu liefern, die auf die regionale Nachfrage zugeschnitten sind, und gleichzeitig die Kostenwettbewerbsfähigkeit zu wahren.

Mit einer Bevölkerung von über 38 Millionen Menschen ist Usbekistan einer der am schnellsten wachsenden Automobilmärkte Zentralasiens. Volkswagen verwies auf Branchendaten, wonach sich der Gesamtabsatz von Fahrzeugen gegenüber dem Niveau von 2021 mehr als verdoppelt hat und im vergangenen Jahr die Marke von 461.000 Einheiten überschritten hat.

Volkswagen plant, 2026 ein Vertriebsnetz mit 13 Händlerstandorten in ganz Usbekistan aufzubauen und dieses bis 2028 auf 24 Standorte zu erweitern.

Während sich die erste Phase auf Exporte aus China konzentriert, hat Volkswagen auch Pläne für eine lokale Montage vorgestellt. In Zusammenarbeit mit Alyans Auto soll bis Ende 2026 in Taschkent die Produktion von Halbfertigbaugruppen anlaufen.

Das Werk soll eine jährliche Produktionskapazität von 20.000 Fahrzeugen haben und in der Anfangsphase rund 200 Arbeitsplätze schaffen, wobei die Beschäftigtenzahl bei einer zukünftigen Erweiterung möglicherweise auf über 3.000 steigen könnte.

Das Usbekistan-Projekt dient gleichzeitig als Test für die umfassenderen Exportambitionen von Volkswagen aus China.

Das Unternehmen gab bekannt, dass es weitere Möglichkeiten in ausländischen Märkten prüft, die sich zunehmend an chinesischen Technologiestandards orientieren, darunter Südostasien, die Region der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und Südamerika.

Diese Strategie spiegelt einen allgemeinen Wandel bei den in China tätigen globalen Automobilherstellern wider, wo fortschrittliche Fertigungskapazitäten, wettbewerbsfähige Lieferketten und eine rasante technologische Entwicklung zunehmend nicht nur für den heimischen Markt, sondern auch als Basis für die internationale Expansion genutzt werden.