Einem kürzlich von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission und der Nationalen Energiebehörde veröffentlichten Plan zufolge will China bis 2030 ein sauberes, kohlenstoffarmes, sicheres und effizientes neues Energiesystem schaffen.

Ein Solarthermie-Kraftwerk mit Flüssigsalz-Speicher in der Stadt Dunhuang in der nordwestchinesischen Provinz Gansu, 31. Mai 2026. (Foto von VCG)
Der Plan, der sich auf die Periode des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) bezieht, definiert Zielvorgaben unter anderem zur Stärkung der Energiesicherheit, Förderung der grünen Transformation und technologischer Eigenständigkeit sowie zur Optimierung von Marktmechanismen.
Bis 2030 soll die gesamte Energieerzeugungskapazität Chinas auf 5,8 Milliarden Tonnen Standardkohleäquivalent ansteigen. Gemäß dem Plan sollen beim Stromsystem gleichzeitig die Sicherheit und Resilienz sowie die Fähigkeiten, verschiedene Energiequellen miteinander zu kombinieren, verbessert werden.
Außerdem sieht der Plan einen Höhepunkt des Kohle- und Ölverbrauchs vor; der Anteil nicht-fossiler Energien am Gesamtenergieverbrauch soll auf 25 Prozent steigen. Wind- und Solarkraft sollen mehr als die Hälfte der Stromerzeugungskapazität stellen, womit sie den Großteil der installierten Kapazität ausmachen.
Zur gesamten Stromerzeugung sollen nicht-fossile Energien 50 Prozent beitragen, wodurch sie zur dominierenden Säule der Stromversorgung würden, wie es im Plan heißt.
China wird den Aufbau eines neuen Energieinfrastruktursystems vorantreiben, das robust und widerstandsfähig, grün und kohlenstoffarm, vernetzt, intelligent und effizient ist. Ebenso soll ein neues Stromsystem bis 2030 im Wesentlichen fertiggestellt sein.
Laut Plan sollen zentrale Technologien und Anlagen der industriellen Lieferketten weitgehend aus eigener Hand stammen und steuerbar sein, während China zugleich eine Vorreiterrolle in der weltweiten Innovation von Energietechnologien einnehmen soll.
Außerdem fordert der Plan schnellere Anpassungen von Markt- und Preismechanismen an das neue Energiesystem, inklusive des Aufbaus eines einheitlichen nationalen Strommarktsystems.
Er unterstreicht ferner Optimierungen bei Förderstandorten fossiler Energien, eine bessere Abstimmung zwischen Energieerzeugern und energieintensiven Industrien sowie eine weitere Diversifizierung von Energieimportwegen.
China hat sich ein doppeltes Klimaziel gesetzt: zum einen, den Höhepunkt der CO2-Emissionen vor 2030 zu überschreiten; zum anderen, Klimaneutralität vor 2060 zu erreichen.
Das Land verfügt bereits über das weltweit größte und am schnellsten wachsende System erneuerbarer Energien, das die grüne Transformation entscheidend vorantreibt.