„Belt and Road“-Nachrichtennetzwerk

BRNN>>„Belt and Road“-Nachrichtennetzwerk>>BRI-Nachrichten>>Aktuelles

Chinas erste ÖPP-Hochgeschwindigkeitszugstrecke erreicht mit 100 Millionen Passagierfahrten einen neuen Meilenstein

Montag, 29. Juni 2026 Quelle :


Ein Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke Hangzhou–Taizhou in Shengzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejiang am 27. Juni 2026. (Foto: Xinhua)

Nach Angaben der Eisenbahnbehörden hat Chinas erste von privatem Kapital kontrollierte Hochgeschwindigkeitszugstrecke bis zum Samstag mehr als 100 Millionen Passagierfahrten durchgeführt – weniger als viereinhalb Jahre nach der Inbetriebnahme in der ostchinesischen Provinz Zhejiang.

Die 266,9 Kilometer lange Strecke ist für eine Geschwindigkeit von 350 Kilometern pro Stunde ausgelegt und verbindet Zhejiangs Provinzhauptstadt Hangzhou mit den Städten Shaoxing und Taizhou. Seit der Einführung am 8. Januar 2022 hat sich die Zahl der täglich verkehrenden linienübergreifenden Züge von ursprünglich 17,5 Zugpaaren auf 35 verdoppelt, wobei bisher mehr als 43.100 Zugpaare verkehrten.


Ein Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke Hangzhou–Taizhou in Shengzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejiang am 27. Juni 2026. (Foto: Xinhua)

Die Zugstrecke hat die Reisezeit zwischen Hangzhou und Taizhou von mehr als zwei Stunden auf 74 Minuten verkürzt. Zudem erhielten einige Verwaltungseinheiten auf Kreisebene eine Eisenbahnanbindung, darunter Shengzhou, Tiantai und Xinchang. Es gehört zu Chinas erster Gruppe von Hochgeschwindigkeitsbahnprojekten, die durch eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) finanziert werden, an der der Privatsektor beteiligt ist.

Die verbesserte Verkehrsanbindung hat die regionale Wirtschaftsentwicklung weiter gestärkt und den Spezialindustrien entlang der Strecke eine neue Dynamik verliehen.

„Derzeit sind mehr als die Hälfte unserer Mitarbeiter nicht ortsansässig“, sagt Xia Jianguo, Vorstandsvorsitzender der in Taizhou ansässigen Aowang Times Technology (Zhejiang) Co., Ltd. „Die Eröffnung dieser Eisenbahnstrecke hat es für uns einfacher gemacht, Fachkräfte anzuziehen, und gleichzeitig Vorteile für Unternehmen, Mitarbeiter und lokale Regierungen gebracht.“


Fahrgäste passieren vor dem Einsteigen Fahrkartensperren am Bahnhof Shengzhou-Xinchang in Shengzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. 27. Juni 2026 (Foto: Xinhua)

Li Jun, Direktor des Zhejiang Development and Planning Institute, stellt fest, dass dieses Projekt Investitionen von Sozialkapital in den Eisenbahnbau und -betrieb angezogen, marktorientierte Reformen im Eisenbahnsektor vorangetrieben und den langfristigen Mechanismus für die Beteiligung privater Unternehmen an Großprojekten gestärkt habe.

China hat in den letzten Jahren große Fortschritte beim Ausbau seines Verkehrsnetzes gemacht. Im Zeitraum 2021–2025 erhöhte sich die Länge der in China betriebenen Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken um 32,98 Prozent von 37.900 Kilometern auf 50.400 Kilometer, womit das Land über das größte Hochgeschwindigkeitszugnetz der Welt verfügt.