Der chinesische Außenminister Wang Yi hat sich am Dienstag in Beijing mit Maria Fernanda Espinosa, der ehemaligen Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) und Kandidatin für das Amt der nächsten UN-Generalsekretärin, getroffen.

Espinosa, die zudem ehemalige Außenministerin Ecuadors ist, erklärte, die Welt brauche heute dringender denn je eine UN, die Krisen schneller verhindern, die Koordinierung und Zusammenarbeit stärken sowie effizienter handeln könne.
Sie bekräftigte ihre Unterstützung für das Ein-China-Prinzip und sprach sich für die vier von China vorgeschlagenen Globalen Initiativen aus. Zudem würdigte sie Chinas langjähriges Engagement für den Multilateralismus, die Verteidigung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta sowie den Einsatz für die gemeinsamen Interessen der Entwicklungsländer.
Wang Yi erklärte, angesichts der komplexen und ernsten internationalen Lage müsse die UN neue Dynamik gewinnen, ihre Handlungsfähigkeit stärken, ihre ihr gebührende Rolle wahrnehmen und den Erwartungen aller Seiten gerecht werden.
China sei seit jeher ein entschiedener Verfechter der Vereinten Nationen und des Multilateralismus, fügte er hinzu.
Die Wahl der nächsten UN-Generalsekretärin beziehungsweise des nächsten UN-Generalsekretärs werde nicht nur die künftige Reform- und Entwicklungsrichtung der UN beeinflussen, sondern auch die grundlegenden Interessen ihrer Mitgliedstaaten berühren, so Wang. Jeder Kandidat müsse die Charta der Vereinten Nationen achten, über Kompetenz, Unparteilichkeit und Integrität verfügen sowie seine Aufgaben verantwortungsbewusst erfüllen.
Als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats und wichtiges Mitglied des Globalen Südens werde China sich mit einer verantwortungsvollen Haltung am Auswahlverfahren beteiligen und die Vereinten Nationen dabei unterstützen, ihre Autorität und Handlungsfähigkeit weiter zu stärken, so der chinesische Spitzendiplomat.