In den letzten Tagen erlebten weite Teile Europas eine andauernde Hitzewelle, vielerorts wurden Temperaturrekorde gebrochen und Hitzewarnungen ausgegeben. Angesichts dieses Wetters stiegen die Verkaufszahlen von kühlenden Geräten wie mobilen Klimaanlagen und Ventilatoren aus China sprunghaft an, in manchen Läden waren die Geräte sogar ausverkauft.
Vor dem Hauptsitz der Europäischen Union in Brüssel zeigt ein Thermometer am 26. Juni 2026 37 Grad Celsius an. (Xinhua/Lyu You)
Wie der Deutsche Wetterdienst auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, wurden am 27. Juni im brandenburgischen Möckern-Drewitz 41,5°C gemessen und damit ein neuer Temperaturrekord aufgestellt. Die anhaltende Hitze verursachte vielerorts Schäden am Straßenbelag der Autobahnen, weshalb zahlreiche Streckenabschnitte gesperrt wurden oder nur mit verringerter Geschwindigkeit befahren werden durften. Die Bahn rief die Bevölkerung dazu auf, auf längere Fahrten möglichst zu verzichten.
Frankreich leidet bereits seit einigen Tagen unter einer Hitzewelle. Im Westen des Landes kletterte das Thermometer auf 43°C, was einen neuen Temperaturrekord für Juni bedeutet.
Trotz der immer wieder neuen Rekordwerte sind Klimaanlagen in europäischen Ländern immer noch deutlich weniger verbreitet als in anderen großen Wirtschaftsräumen. Dem Vernehmen nach verfügen lediglich 20 Prozent der europäischen Haushalte über eine Klimaanlage oder andere Kühlgeräte.
Chinesische Klimaanlagen oft schon vergriffen, kreative Kühlprodukte entwickeln sich zu Verkaufsschlagern.

Elektrofachgeschäfte melden aufgrund der Hitzewelle in Paris (Frankreich) am 26. Juni 2026 eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Kühlgeräten. Einige Modelle von Klimaanlagen und Ventilatoren sind bereits ausverkauft. (Foto: Mohamad Salaheldin Abdelghani Alsayed/Anadolu via Getty Images)
Angesichts der Probleme, mit denen europäische Länder bei der Installation von Klimaanlagen konfrontiert sind, wie denkmalgeschützte Fassaden oder hohe Kosten für die Installation, haben chinesische Hersteller an diese Bedingungen speziell angepasste Produkte entwickelt: mobile Split-Klimaanlagen.
Für die Installation dieser Geräte müssen keine Wände durchbohrt werden. Das Außengerät kann entweder im Freien auf dem Boden aufgestellt oder vom Nutzer selbst auf dem Balkon oder der Fensterbank montiert werden. Das Innengerät ist tragbar und seine Kühlleistung reicht fast an die festinstallierter Split-Geräte heran. Mobile Split-Klimaanlagen sind in Europa zum Verkaufsschlager avanciert. Ein in Frankreich lebender Chinese berichtet in den sozialen Medien, die Geräte seien seit Beginn des Sommers in Paris nur noch schwer zu bekommen, in vielen Läden seien sie schon ausverkauft.

Mitarbeiterinnen prüfen am 4. Juni 2026 in der Produktionshalle des Klimaanlagenherstellers Aucma (Fuyang) Yingtian Air Conditioner Co., Ltd. in Fuyang (Provinz Anhui) mithilfe eines automatischen Prüfsystems für die Leistung von Außengeräten die Qualität der hergestellten Klimaanlagen. (Foto von VCG)
Ein chinesischer Hersteller von Klimaanlagen erklärt, er fahre in seinen Fabriken Sonderschichten, um mehr mobile Split-Anlagen zu produzieren. „Die Absatzzahlen in einigen europäischen Ländern entwickeln sich dieses Jahr hervorragend. In Märkten mit noch vergleichsweise wenigen Klimaanlagen wie Frankreich, Spanien, Deutschland und Großbritannien konnten wir Zuwächse von über 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen.“
In einem Außenhandelsunternehmen in Ningbo, Provinz Zhejiang, bearbeiten die Mitarbeiter derzeit mit Hochdruck Bestellungen auf internationalen E-Commerce-Plattformen. Besonders Ventilatoren mit Smart-Display und kompakte mobile Klimageräte sind dieses Jahr am meisten gefragt.
Während die Exportaufträge boomen, arbeiten Hersteller und Zulieferer auf Hochtouren. Ein auf Eismaschinen spezialisierter Produzent berichtet, die anhaltende Hitze in Europa habe die Nachfrage nach kleinen Haushalts- und Outdoorgeräten explodieren lassen. „Von Januar bis Mai dieses Jahres haben wir 70 Prozent mehr Maschinen nach Europa verkauft als noch im vergangenen Jahr. Damit macht Europa nun 15 Prozent unseres Gesamtabsatzes aus.“ Chinesische Produkte begeistern die Menschen weltweit.
Die hochwertigen Exportgüter aus China sind ein Gewinn für die Welt und bieten Verbrauchern große Vorteile. Chinas Maschinen und Bauteile helfen anderen Ländern bei der Modernisierung, grünen Transformation und Integration ihrer Industrie in die globalen Wertschöpfungsketten. Aus Verbrauchersicht tragen die chinesischen Waren mit guter Qualität und günstigen Preisen dazu bei, den Inflationsdruck abzufedern und Kosten für private Haushalte zu senken. Nach Berechnungen der Europäischen Zentralbank würde ein Anstieg der EU-Importe aus China um 10 Prozent im Jahr 2026 die Durchschnittspreise importierter Waren um 1,6 Prozent senken.