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IWF korrigiert Wachstumsprognose für Weltwirtschaft nach unten, doch für China nach oben

Donnerstag, 09. Juli 2026 Quelle :

Am 8. Juli legte der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen aktualisierten World Economic Outlook vor, in dem er die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft etwas senkt, die Prognose für die chinesische Wirtschaft hingegen auf 4,6 Prozent anhebt.

Der IWF erwartet für 2026 ein weltweites Wachstum von 3 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als noch im April prognostiziert. Dies ist bereits der zweite Rückgang in Folge, nachdem der IWF seine Prognose im April schon um 0,2 Prozentpunkte gesenkt hatte. Der IWF führt die Senkungen auf die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten zurück. Entwicklung und Einsatz von Künstlicher Intelligenz würden hingegen das nachfragegetriebene Wachstum im globalen Technologiesektor beschleunigen, was die negativen Effekte der Nahostkriege teilweise kompensiere.

Zugleich bestünden weiterhin deutliche Risiken. So könnten sich geopolitische Spannungen wieder verschärfen. Eine erneute Eskalation der Kämpfe könnte die Rohstoffpreise stark steigen lassen, die Sicherheit von Lieferketten gefährden, die Inflation anheizen und die Finanzmärkte in Mitleidenschaft ziehen. Sollte sich der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus allerdings schneller als erwartet wieder erholen und der Anstieg der Rohstoffpreise dadurch geringer ausfallen, könnte das Wirtschaftswachstum die Prognosen auch übertreffen.

Der jüngsten IWF-Prognose zufolge werden entwickelte Volkswirtschaften dieses Jahr um 1,7 Prozent, Schwellen- und Entwicklungsländer um 3,8 Prozent wachsen, jeweils 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert der vorherigen Prognose. Im Einzelnen betrachtet senkte der IWF die Wachstumsprognose für den Nahen Osten und Zentralasien um 1,2 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent, für die Eurozone um 0,2 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent, belässt sie für die USA unverändert bei 2,3 Prozent und hebt sie für China um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent an.

Vor dem Hintergrund der globalen Senkung ist China eine der wenigen großen Volkswirtschaften, deren Wachstumsprognose angehoben wurde. Der IWF-Bericht führt diese überraschend starke Performance auf die robuste Entwicklung der Hightech-Industrie zurück. Gleichzeitig hätten entsprechende Exporte die Konjunktur kräftig gestützt.

Die Inflationsrate soll gemäß dem Bericht von 4,1 Prozent im Vorjahr dieses Jahr auf 4,7 Prozent steigen, bevor sie im nächsten Jahr wieder auf 3,9 Prozent zurückgehen soll. Haupttreiber der Inflation in diesem Jahr sind dem IWF zufolge Energie- und Lebensmittelpreise, wobei sich die Höhe der Inflation von Land zu Land erheblich unterscheidet.