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Ministerium für Industrie und Informationstechnologie weitet Regulierungen für Automobilsicherheit auf die gesamte Lieferkette aus

Dienstag, 21. Juli 2026 Quelle :

Vor wenigen Tagen berief die für die Autoindustrie zuständige Abteilung im Ministerium für Industrie und Informationstechnologie eine Gesprächsrunde mit den führenden Autoherstellern ein, bei der eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht wurde. So soll der Wettbewerb in der Branche stärker reguliert werden, Produktionsvorgaben sollen besser eingehalten sowie Qualitäts- und Sicherheitsstandards erhöht werden. Außerdem sollen die Hersteller von Automobilprodukten potenzielle Sicherheitsrisiken aufdecken und gründlich untersuchen, während die Behörden die Einhaltung von Vorschriften überwachen.

Branchenexperten sehen in dem Treffen ein klares Signal: Die mit dem Eintritt der Autoindustrie in die Ära der Künstlichen Intelligenz erzielten Fortschritte bei Technologien und Funktionen verändern auch die Ansprüche an Regulierungen für die Automobilsicherheit. Statt sich lediglich auf das Produkt selbst zu konzentrieren, ist ein systemischer Ansatz notwendig, der die gesamten Lieferketten, neuen Technologien und alle dazugehörigen Prozesse miteinbezieht.

Ji Xuehong, Leiter des Forschungszentrums für Innovation in der Autoindustrie an der North China University of Technology, hält diese Entwicklung für unvermeidlich: „In der Vergangenheit standen vor allem die Hersteller im Mittelpunkt der Regulierungen. Doch um die industrielle Wertschöpfungskette ganzheitlich in den Blick zu nehmen, muss ein präventiver Kontrollmechanismus etabliert werden, der auch die Lieferketten umfasst. Gleichzeitig müssen die Hersteller dazu bewegt werden, ihre eigenen Kontrollsysteme für die Lieferketten zu verbessern und stetig weiterzuentwickeln. Diese Fokusverschiebung vom Fahrzeug selbst zur ganzen Wertschöpfungskette bedeutet, dass die Automobilsicherheit nicht mehr nur eine Aufgabe der einzelnen Hersteller ist, sondern das industrielle Ökosystem der gesamten Branche Verantwortung trägt.“

Parallel erweitert sich das Verständnis von Sicherheit in der Autoproduktion. Laut Branchenexperten habe bei früheren Treffen die Sicherheit der Produkte selbst im Fokus gestanden. Im Gegensatz dazu sei es dieses Mal viel mehr um die Funktionssicherheit gegangen, insbesondere um die intelligenteren und vernetzteren Funktionen.

Die Teilnehmer der Gesprächsrunde forderten strengere Sicherheitsprüfungen für Fahrassistenzsysteme und autonomes Fahren. Die Unternehmen sollten ihre Kompetenzen bei der Funktions-, Cyber- und Datensicherheit sowie bei Software-Updates weiter ausbauen. Zudem sollten die Überwachung von und die Reaktion auf sicherheitsrelevante Vorfälle verbessert werden.