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Wie ausländische Marken von Chinas Austauschprogramm für Verbraucher profitieren

Freitag, 21. August 2026 Quelle :

2025 wurde Chinas staatliches Austauschprogramm für Verbraucher auf Fahrzeuge, Haushaltsgeräte, Smartphones, Tablets und andere digitale Geräte ausgeweitet. Ausländische Marken konnten gleichberechtigt mit heimischen Marken an dem Programm teilnehmen.


Im Rahmen des chinesischen Austauschprogramms für Mobiltelefone probieren Kunden am 2. Januar 2026 Smartphones in einem Apple-Store in Chengdu (Provinz Sichuan) aus. (Foto: VCG)

Ein anschauliches Beispiel ist Apple. Als die Subventionen für Mobiltelefone im Januar 2025 in Kraft traten, wurden auch förderfähige iPhone-Modelle in das Programm aufgenommen. Nach Angaben der China Media Group kostete ein iPhone 16 mit 128 GB Speicher im offiziellen Apple-Store auf der Plattform JD.com nach einem Zuschuss von 500 Yuan noch 4.699 Yuan (etwa 600 Euro). Die Subvention in Höhe von 15 Prozent des Endverkaufspreises galt für höchstens 6.000 Yuan teure förderfähige Produkte und war auf 500 Yuan gedeckelt.

Auch ausländische Autohersteller beteiligten sich an dem Programm. Nachdem eine neue Runde der Austauschsubventionen für Fahrzeuge in Kraft getreten war, zog es zahlreiche Kunden in einen Tesla-Store in Wuhan. Das Programm gewährte Subventionen von bis zu 20.000 Yuan für die Verschrottung eines Altfahrzeugs und 15.000 Yuan für dessen Inzahlungnahme, jeweils unter bestimmten Bedingungen.

Offizielle Daten belegen, wie stark ausländische Marken beteiligt sind. Am 22. Juni erklärte Ling Ji, Vize-Handelsminister und stellvertretender China International Trade Representative, mehr als 35 Prozent der Neuwagenverkäufe im Rahmen des Austauschprogramms entfielen auf ausländische Automarken. Bei den neu verkauften Haushaltsgeräten sowie digitalen und intelligenten Produkten kamen ausländische Marken auf einen Anteil von mehr als 13 Prozent. Außerdem betonte er, China ermögliche Unternehmen mit ausländischer Beteiligung eine gleichberechtigte Teilnahme an den Austauschprogrammen für Verbraucher.

Der Grundsatz der Gleichbehandlung findet sich auch in den Programmrichtlinien wieder. Der Plan zur Umsetzung von Subventionen für neue Mobiltelefone, Tablets und Smartwatches aus dem Jahr 2025 forderte ausdrücklich eine gleichberechtigte und faire Beteiligung von in- und ausländischen Marken sowie verschiedener Unternehmensformen.

Das Handelsministerium bekräftigte den Grundsatz in seinem Positionspapier vom 28. Juli zum sogenannten „Überkapazitäts“-Problem. Darin heißt es, dass die chinesischen Austauschprogramme für Verbraucher inländisch und ausländisch finanzierte Unternehmen gleich behandelten.

Das Ministerium wies außerdem darauf hin, dass einige Subventionsprogramme in den USA und der EU die Förderung an inländische Produktion oder lokale Wertschöpfung knüpften, was für Unternehmen aus anderen Ländern eine Hürde darstelle.

Chinas erklärter Ansatz ist es, Subventionen für Verbraucher einzusetzen, um den Menschen besseren Zugang zu moderneren Produkten zu verschaffen und den Konsum anzukurbeln, statt Unternehmen aufgrund ihrer Eigentumsverhältnisse zu begünstigen.