Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums sagte am Dienstag in Beijing, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland habe sich seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor mehr als 50 Jahren kontinuierlich vertieft. Das bilaterale Handelsvolumen liege seit Jahren stabil bei über 200 Milliarden US-Dollar. Das Volumen der gegenseitigen Investitionen übersteige 65 Milliarden US-Dollar und entspreche jeweils rund einem Viertel des Gesamtumfangs der Investitionen Chinas und der EU.
Friedrich Merz reist dem chinesischen Ministeriumssprecher zufolge in Begleitung einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation nach China. Rund 30 Spitzenvertreter führender Unternehmen aus deutschen Kernindustrien wie Automobilbau, Chemie, Pharmazie, Maschinenbau und Kreislaufwirtschaft nehmen demnach an der Reise teil – ein deutliches Signal des starken Interesses an vertieften bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.
China messe der Wirtschaftskooperation mit Deutschland große Bedeutung bei, so der Sprecher weiter. Derzeit würden gemeinsam mit der deutschen Seite unter anderem Gespräche im Rahmen des Chinesisch-Deutschen Wirtschaftsbeirats vorbereitet, um eine Plattform für den Dialog zwischen Unternehmen beider Länder zu schaffen.
China begrüße es auch, wenn deutsche Unternehmen ihre Zusammenarbeit mit China in traditionellen Bereichen weiter ausbauten und gleichzeitig neue Kooperationspotenziale in Bereichen wie saubere Energien, verkörperte Intelligenz, Biotechnologie und industrielle Digitalisierung erschlössen. China wolle gemeinsam mit Deutschland die Wirtschaftsbeziehungen durch konkrete Maßnahmen qualitativ weiterentwickeln.