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China bleibt laut AmCham-Bericht weiterhin ein Magnet für ausländische Investitionen

Mittwoch, 11. März 2026 Quelle :

China bleibt ein wichtiger Standort für ausländische Unternehmen. Laut einem am Dienstag von der US-amerikanischen Handelskammer in Südchina (AmCham South China) veröffentlichten Bericht investieren trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten immer mehr befragte Unternehmen weiterhin in den chinesischen Markt.

Der Sonderbericht über den Stand der Geschäftstätigkeit in Südchina 2026 der AmCham South China zeigt, dass 95 Prozent der teilnehmenden Unternehmen fest entschlossen sind, ihre Geschäftstätigkeit in China aufrechtzuerhalten. Dem Bericht zufolge stuften 45 Prozent der Unternehmen China als ihre oberste Investitionspriorität ein, was einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. 75 Prozent der befragten Unternehmen planen demnach, 2026 erneut in China zu investieren.

„Unternehmen reinvestieren nicht nur, um Marktanteile auszubauen, sondern auch, um Innovationen voranzutreiben, sich zu lokalisieren und ihre Integration in die chinesische Wirtschaft zu stärken“, sagte Harley Seyedin, Vorsitzender und Präsident der AmCham South China. „Diese anhaltenden Reinvestitionen spiegeln das Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit des Marktes und seine zentrale Rolle im globalen Geschäftsleben wider.“

China bleibt zudem für viele Unternehmen eine wichtige Einnahmequelle. Im Jahr 2025 gaben 37 Prozent der befragten Unternehmen an, dass mehr als 60 Prozent ihres weltweiten Umsatzes aus dem chinesischen Markt stammen.

Bemerkenswerterweise zeigt der Bericht auch, dass 91 Prozent der amerikanischen Unternehmen angaben, sich trotz der Handelsspannungen nicht von China abzukoppeln.

An der jüngsten Umfrage nahmen 426 Unternehmen teil, hauptsächlich aus den USA, China und Europa. Mehr als die Hälfte davon sind hundertprozentige ausländische Unternehmen, 32 Prozent sind amerikanisch investierte Unternehmen.

„Unternehmen vertiefen ihr Engagement in China, anstatt sich zurückzuziehen, da sie die Größe des chinesischen Marktes, die Leistungsfähigkeit seines Innovationsökosystems und sein langfristiges Wachstumspotenzial erkennen“, sagte Seyedin.

Die Ergebnisse des Berichts erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem China seine Bemühungen um eine Öffnung nach hohen Standards fortsetzt. Um ausländischen Investoren die Nutzung der Vorteile Chinas in den Bereichen Lieferkette, Markt und Innovation zu erleichtern, hat die chinesische Regierung eine Reihe wichtiger Maßnahmen vorgestellt, die ein langfristig stabiles Investitionsumfeld für globale Unternehmen schaffen sollen. Das Land hat alle Marktzugangsbeschränkungen für ausländische Investoren in seiner Fertigungsindustrie aufgehoben.

Laut einem Tätigkeitsbericht der Regierung, der dem obersten Gesetzgebungsorgan des Landes zur Beratung vorgelegt wurde, wird China die Reform des institutionellen Rahmens zur Förderung ausländischer Investitionen in diesem Jahr vertiefen. Das Land wird sich weiter nach außen öffnen und den Marktzugang erweitern sowie weitere Bereiche öffnen, insbesondere im Dienstleistungssektor.

Offizielle Daten deuten zudem auf ein anhaltendes Wachstum der ausländischen Investitionstätigkeit hin. Im Jahr 2025 belief sich die Zahl der neu gegründeten ausländischen Unternehmen in China auf 70.392, was einem Anstieg von 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.