China hat die beteiligten Parteien des USA–Israel–Iran-Konflikts nachdrücklich dazu aufgerufen, ihre militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, zum Dialog und zu Verhandlungen zurückzukehren und zu verhindern, dass sich dieser Krieg, der von vornherein hätte vermieden werden sollen, weiter fortsetzt.
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, erklärte am Montag auf einer Pressekonferenz, die Kampfhandlungen im Nahen Osten hielten weiter an und griffen zunehmend auf die Region über. Sollte sich der Konflikt weiter ausweiten und die Lage erneut eskalieren, drohe die gesamte Region, in eine unkontrollierbare Situation zu geraten. Der Einsatz von Gewalt führe lediglich zu einem Teufelskreis.
Berichten zufolge veranstaltete der Sondergesandte der chinesischen Regierung für den Nahen Osten, Zhai Jun, am Montagnachmittag in Beijing ein spezielles Briefing, bei dem er über die jüngste Entwicklung der Lage im Nahen Osten sowie über seine jüngsten Shuttle-Diplomatie-Aktivitäten informierte.
Zuvor hatte Zhai Jun mehrere Länder des Nahen Ostens im Rahmen von Pendeldiplomatie besucht. Dabei traf er mit den Außenministern von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Kuwait und Ägypten sowie mit den Generalsekretären des Golf-Kooperationsrates und der Arabischen Liga zusammen. Zudem führte er ein Telefongespräch mit dem Staatsminister im Außenministerium Katars. In diesen Kontakten fand ein intensiver Austausch über die regionale Lage statt, wobei China einen Beitrag zur Deeskalation der Spannungen sowie zur Förderung von Waffenstillstand und Friedensgesprächen leistete.
Zhai sagte dabei, solange der Konflikt andauere, werde China seine diplomatischen Vermittlungsbemühungen nicht einstellen. Das chinesische Volk messe dem Frieden höchste Bedeutung bei und bilde die Förderung von Versöhnung und Frieden das Fundament der chinesischen Nahostpolitik.
Mit dem Hinweis darauf, dass der Krieg bereits mehr als 21.000 Opfer gefordert habe, sagte Zhai, dass der weltweite Handel und die Weltwirtschaft unter großen Druck gerieten, während die Flammen des Krieges weiterhin im Nahen Osten wüteten.
China werde als verantwortungsbewusstes Großland und aufrichtiger Freund der Länder der Region eine enge Kommunikation und Koordination mit den Parteien aufrechterhalten, zur Entspannung der Lage beitragen, den Weg für einen Waffenstillstand ebnen, Brücken für die Wiederaufnahme des Dialogs bauen und sich unermüdlich für Frieden und Stabilität im Nahen Osten einsetzen, so der Sonderbeauftragte.