An der schwimmenden Tiefseeforschungsanlage, eines der wichtigsten wissenschaftlichen Infrastrukturprojekte Chinas, begann am Samstag in Shanghai der Bau. Sie wird wissenschaftliche Forschung in den Bereichen Meerestechnik, Meeresressourcen und Meereswissenschaften unterstützen.

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Die Anlage wird von der Shanghai Jiao Tong University errichtet und soll bis 2030 fertiggestellt sein. Sie umfasst drei Hauptsysteme: die Hauptplattform, Schiffslabore und Unterstützung an Land. Die Labore decken die Bereiche Meereskatastrophen, meteorologische Beobachtung und Forschung, die Unterwasserwelt des Meeres und weitere Gebiete ab.
Mit der Plattform, die auf einem Halbtaucher- und Doppelwandschiffsdesign basiert, können Versuche auf dem Meer mit umfangreicher Tiefseeausrüstung von bis zu 100 Tonnen Gewicht durchgeführt werden. Sie macht wissenschaftliche Erkundungen und experimentelle Forschung in Meerestiefen von bis zu 10.000 Metern möglich.
Die Anlage kann dauerhaft in Tiefseegebieten präsent sein, um saisonübergreifende wissenschaftliche Beobachtungen und technische Versuche durchzuführen. Sie kann schnell bewegt und eingesetzt werden, was eine flexible Anpassung ihrer Einsatzgebiete ermöglicht.
Nach ihrer Fertigstellung wird sie eine reale Testplattform für den Rohstoffabbau in der Tiefsee, wichtige maritime Ausrüstung sowie Offshore-Öl- und –Gasanlagen bieten und so die Nutzung mariner Ressourcen beschleunigen.
Sie wird dazu beitragen, saisonale Muster der Entwicklung mariner Ökosysteme aufzudecken und die Geheimnisse des Ursprungs des Lebens und der Evolution zu erforschen. Sie soll auch dabei helfen, die Genauigkeit von Taifunvorhersagen sowie die Prävention und Bewältigung von Katastrophen weiter zu verbessern.