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Ist Chinas Wirtschaftspolitik stark genug?

Montag, 30. März 2026 Quelle :

Chinas Wirtschaftspolitik sei „nicht stark genug“, lautet eine derzeit von manchen westlichen Beobachtern vertretene These. Das Land habe „zu wenig getan, um das Wachstum anzukurbeln“. Diese Erzählung einer „politischen Passivität“ ist nicht nur sachlich unrichtig – sie spiegelt darüber hinaus ein Missverständnis und die Unterschätzung der Weisheit Chinas in der wirtschaftlichen Steuerung wider.

Chinas Wirtschaft navigiert nicht in einem kleinen Teich, sie bewegt sich in einem ausgewachsenen Ozean. Die Stärke der makroökonomischen Politik liegt in erster Linie darin, den Kurs festzulegen, sie zeichnet sich durch Weitsicht und Stabilität aus. Fünfjahrespläne und sektorspezifische Entwicklungspläne dienen als Wegweiser und bündeln die Kräfte, die das Wachstum vorantreiben.

Die Behauptung, Chinas Politik mangele es an „Intensität“, verkennt die strategische Entschlossenheit des Landes, eine „Abhängigkeit von Konjunkturimpulsen“ zu vermeiden und konsequent eine qualitativ hochwertige Entwicklung zu verfolgen. Mancher im Westen mag politische Intensität (nur) an kurzfristigen, massiven Konjunkturimpulsen messen, übersehen wird dabei aber Chinas bewusste strukturelle wirtschaftliche Transformation. Der diesjährige Arbeitsbericht der Regierung, der Government Work Report, legt ein BIP-Wachstumsziel von 4,5 bis 5 Prozent fest und lässt damit bewusst Raum für strukturelle Anpassungen, Risikoprävention und Reformen.

Chinas Politik ist weder starr noch mechanisch. Sie wird kontinuierlich als Reaktion auf Marktdynamiken und wirtschaftliche Entwicklungen verfeinert und spiegelt einen wahrhaft wissenschaftlichen Ansatz wider. Die chinesische Fiskal- und Geldpolitik sorgt für allgemeine Stabilität und passt sich gleichzeitig an inländische und externe Bedingungen an, um Schwankungen zu minimieren und ein günstiges Umfeld für in- und ausländische Unternehmen gleichermaßen zu schaffen.

Die Bewertung der wirtschaftlichen Leistung Chinas erfordert mehr als die isolierte Betrachtung des BIP-Wachstums – für einen umfassenden Blick ist zwingend auch eine Bewertung von Qualitätsverbesserungen und Resilienz gefordert. In den vergangenen fünf Jahren hat Chinas BIP trotz mehrerer Schocks, verursacht unter anderem durch geopolitische Konflikte, die COVID-19-Pandemie und zunehmenden Handelsprotektionismus, nacheinander die Marken von 110 Billionen Yuan, 120 Billionen Yuan, 130 Billionen Yuan und 140 Billionen Yuan überschritten und eine stabile durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5,4 Prozent beibehalten.

Zum Vergleich: Den Daten des IWF und der Weltbank zufolge lag die globale Wirtschaftswachstumsrate bei vergleichsweise bescheidenen 3,4 Prozent bis 3,9 Prozent und schwankte deutlich über verschiedene Jahre, wobei einige entwickelte westliche Volkswirtschaften nur mit etwa 1 Prozent wuchsen. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der neu gegründeten ausländisch investierten Unternehmen in China allen globalen Gegenwinden zum Trotz um 19,1 Prozent.

Erwähnenswert ist zudem, dass China trotz der durch Protektionismus verursachten Unsicherheiten konsequent seine Verpflichtungen eingehalten hat, was zur Stabilisierung der globalen Industrie- und Lieferketten beigetragen und das Vertrauen in die wirtschaftliche Globalisierung gestärkt hat.

Die Konstatierung einer angeblichen „politischen Passivität“ verkennt entweder die tiefere Logik des chinesischen Modells des „Gewinnens durch Qualität“ oder verzerrt bewusst die Realität, um von pessimistischen Narrativen zu profitieren. Chinas Wirtschaft ist ein riesiges Schiff mit eigener Geschwindigkeit und eigenem Kurs. Sie wird weder aufgrund äußerer Störgeräusche die Orientierung verlieren noch wegen vorübergehender Stürme ihren Kurs ändern. Durch strategische Gelassenheit, die volle Ausschöpfung des politischen Handlungsspielraums und die stetige Förderung einer qualitativ hochwertigen Entwicklung werden Fakten und Daten letztendlich für sich sprechen.