Nach der Veröffentlichung von Chinas neuen jährlichen Wirtschaftswachstumszielen sind in Teilen der westlichen Öffentlichkeit erneut Stimmen laut geworden, die die „Peak-China-Rhetorik“ hochspielen. Ihre Argumente stehen nicht nur im Widerspruch zu Fakten, sondern zeugen auch von mangelndem Respekt vor der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas.
Derzeit ist die weltweite wirtschaftliche Erholung nach wie vor schwach und die internationale Lage ist von Veränderungen und Turbulenzen geprägt. Einige westliche Länder versuchen, Chinas wirtschaftliche Transformation und Modernisierung fälschlicherweise als „Höhepunkt“ oder gar „Rückgang“ zu interpretieren.
Befinden sich Chinas Wachstumsziele auf einem Abwärtstrend? Chinas Wachstumsziele werden im Einklang mit der Entwicklungsgrundlage, der potenziellen Wachstumsrate, der Ausrichtung der strukturellen Modernisierung und der langfristigen Vision für 2035 festgelegt. Mit Blick auf den 15. Fünfjahresplan (2026–2030) und darüber hinaus wird die Beibehaltung einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4,17 Prozent oder mehr es China ermöglichen, sein Ziel, bis 2035 das Pro-Kopf-BIP eines mäßig entwickelten Landes zu erreichen, zu verwirklichen. Dies zeigt, dass es nicht darum geht, kurzfristige, ungebremste Wachstumsschübe oder oberflächlichen Wohlstand auf der Grundlage starker Konjunkturimpulse zu erzielen. Stattdessen strebt das Land ein mittel- bis langfristiges, nachhaltiges Wachstum an, das mit dem Modernisierungsprozess und den Anforderungen einer qualitativ hochwertigen Entwicklung im Einklang steht. Die Außenwelt erwartet, dass China sein Ziel für 2035 planmäßig erreichen wird, was einen historischen Sprung Chinas vom „Reichwerden“ zum „Starkwerden“ bedeutet. Auf welcher Grundlage beruht also die „Peak-China-Rhetorik“?
Die Bedeutung von Wachstum liegt nicht nur in der Quantität, sondern vielmehr in der Qualität und Substanz. Heute zeigt sich Chinas wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zunehmend in technologischer Raffinesse, systemischen Fähigkeiten, Marktpotenzial und institutioneller Effizienz. Von Elektrofahrzeugen, Lithiumbatterien und Solarzellen bis hin zu Zukunftsbranchen wie Bio-Fertigung, Quantentechnologie und verkörperte Intelligenz: Die Entstehung neuer, qualitativ hochwertiger Produktivkräfte gestaltet die globale Wertschöpfungskette neu.
Die Tianwen-2-Mission, der großflächige Einsatz des BeiDou-Navigationssatellitensystems und im Inland entwickelte Open-Source-Großmodelle – all diese Durchbrüche sind keine Labor-Exponate mehr, sondern greifbare Produktivkräfte. Ein Analyst einer renommierten britischen Beratungsfirma prognostiziert die Entstehung einer „chinesischen Tech-Sphäre“, die künstliche Intelligenz, DeepSeek und Elektrofahrzeuge umfasst. Es sei das erste Mal in der Geschichte, dass eine aufstrebende Marktwirtschaft an der Spitze von Wissenschaft und Technologie stehe.
Die Entstehung neuer, hochwertiger Produktivkräfte begünstigt zudem Chinas Strategie zur Wiederbelebung des ländlichen Raums. Mit dem großen Erfolg bei der Armutsbekämpfung wird erwartet, dass sich das Einkommensgefälle zwischen städtischen und ländlichen Arbeitskräften allmählich verringert. Durch technologische Innovationen in der landwirtschaftlichen Produktion durchläuft dieser Sektor unweigerlich einen tiefgreifenden Wandel. Im Prozess der Integration von Stadt und Land ist das Potenzial zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung enorm.
Manche behaupten immer noch, die Konsumausgaben seien schleppend. Betrachtet man jedoch den boomenden Kulturtourismusmarkt, die florierende Eis- und Schneewirtschaft und die aufstrebende Silberwirtschaft, wird deutlich, dass die Konsumsteigerung der chinesischen Bevölkerung noch lange nicht vorbei ist.
Auch halten chinesische Marken zunehmend Einzug in das Leben westlicher Verbraucher. Angeführt von Mixue Ice Cream & Tea und Labubu ist Yunnan Baiyao nun der neueste Trend unter jungen Menschen im Westen. Mit Blick auf die Zukunft stehen weitere hochwertige chinesische Marken – wie Kweichow Moutai, Pien Tze Huang und Dong’e Ejiao – kurz davor, ihre globale Präsenz schrittweise auszubauen.
Diese vielschichtige Dynamik lässt Chinas Wirtschaft wie ein lebendiges Ökosystem erscheinen. China hat alle möglichen Schwierigkeiten und Herausforderungen durchlaufen, um dorthin zu gelangen, wo es heute steht. In der Vergangenheit ist das Land weder aufgrund der Rhetorik vom „Zusammenbruch Chinas“ zusammengebrochen, noch wird es aufgrund der „Peak- China-Rhetorik“ seinen Höhepunkt erreichen. Die „Peak-China-Rhetorik“ ist lediglich eine Variante, die entstand, nachdem die „China-Zusammenbruch-Rhetorik“ nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Im Wesentlichen bleibt sie eine vorurteilsbehaftete Erzählkonstruktion und spiegelt bloß düstere Erwartungen einiger Menschen wider. Heute stoßen solche Stimmen auch im Westen auf erhebliche Skepsis. Wie die New York Times feststellte, „sagen Skeptiker seit Jahren Chinas Höhepunkt und unvermeidlichen Niedergang voraus, nur um jedes Mal eines Besseren belehrt zu werden.“