China will entschlossen gegen diskriminierende Beschränkungsmaßnahmen der Europäischen Union vorgehen. Sollte die EU hartnäckig an Maßnahmen gegen chinesische Unternehmen oder Produkte festhalten, werde China entschiedene Gegenmaßnahmen ergreifen. Das betonte der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, He Yadong, am Donnerstag vor der Presse in Beijing.
Zugleich wies He den Vorwurf mangelnder Fairness im chinesischen Handel zurück. Wenn bereits ein Handelsüberschuss als „Überkapazitäten“ bezeichnet werde, frage er sich, ob dies dann auch für die von der EU exportierten Fahrzeuge, Medikamente, Weine und Kosmetika gelte.
Zu Medienberichten, dass die EU-Kommission beschleunigt ein neues handelspolitisches Werkzeug zur Bewältigung der „Überkapazitäten“ Chinas ausarbeitet, sagte He Yadong, China fordere die EU auf, die Realität ernsthaft zur Kenntnis zu nehmen und zum richtigen Weg von Dialog und Konsultation zurückzukehren.
Auf die Frage nach Chinas Ankauf von US-Agrarprodukten erklärte der Sprecher, der Handel mit Agrarprodukten sei ein wichtiger Bestandteil der Handelskooperation zwischen China und den USA. Nach jüngsten Konsultationen hätten beide Seiten mehrere positive Vereinbarungen zur Beseitigung von nichttarifären Handelshemmnissen und zum Marktzugang bei bestimmten Agrarprodukten erzielt. Beide Seiten sollten nun günstige Bedingungen für den gegenseitigen Agrarhandel schaffen und die Zusammenarbeit in diesem Bereich kontinuierlich wiederherstellen und ausbauen.