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Chinas Tiefsee-Fischzuchtanlagen setzen auf Hightech

Mittwoch, 03. Juni 2026 Quelle :

In der Nähe der Insel Guishan in der südchinesischen Provinz Guangdong trägt eine riesige Offshore-Aquakulturplattform namens „Gesheng Nr. 1“ dazu bei, die „blaue Kornkammer“ des Landes mit intelligenten Technologien neu zu gestalten.


Die Plattform „Gesheng Nr. 1“ in Zhuhai, Provinz Guangdong, Südchina, 16. Oktober 2024. (VCG)

Die als „Tiefsee-Zuchtfabrik“ bezeichnete Plattform ist eine Weiterentwicklung des früheren „Penghu“-Modells. Ihre Zuchtkapazität hat sich von 15.000 Kubikmetern auf 30.000 Kubikmeter verdoppelt, während für den täglichen Betrieb nur drei Mitarbeiter benötigt werden.

Ingenieure erklärten, dass der Wechsel von einer kastenförmigen Konstruktion zu einem Rohrrahmen den Stahlverbrauch reduzierte und die Widerstandsfähigkeit der Plattform gegen Wellen und Taifune verbesserte.

Auch digitale Technologien verändern die Fischzucht. Durch intelligente Sonarsysteme und automatisierte Fütterung können die Züchter das Wachstum der Fische in Echtzeit überwachen. Basierend auf Umweltdatenmodellen erreichte die diesjährige neue Jungfischcharge eine Überlebensrate von mehr als 98 Prozent.

Forscher entwickeln derzeit noch größere und fortschrittlichere Offshore-Plattformen. Ein Projekt namens „Zhuhai Qin“ ist als digitale intelligente Plattform konzipiert, deren anhebbare und zusammenklappbare Netzkäfige Taifunen der Stärke 15 standhalten können.

Das Projekt zielt darauf ab, die Baukosten für ein 60.000 Kubikmeter großes Zuchtsystem unter 30 Millionen Yuan zu halten, was etwa 500 Yuan pro Kubikmeter entspricht.

Technologische Verbesserungen halten auch in der Fischzucht Einzug. In Zhuhai hat ein lokaler Zuchtindustriepark ein „Land-Meer-Relay“-Modell eingeführt. Fischbrut wird zunächst in landseitigen Teichen aufgezogen, bevor sie in Tiefseekäfige umgesetzt wird. Dieser Prozess verkürzt die Transportzeit auf unter drei Stunden, erhöht die Überlebensrate auf über 95 Prozent und senkt die Kosten für Jungfische für die Züchter um rund 15 Prozent.

Lokale Forscher haben zudem verbesserte Fischrassen entwickelt. Eine neu gezüchtete Gelbflossen-Seebrassen-Variante wies in Zuchtversuchen ein um 28,6 Prozent höheres Körpergewicht auf als herkömmliche Rassen.

Experten zufolge beschleunigt eine engere Zusammenarbeit zwischen Laboren, Unternehmen und der lokalen Fischerei die Kommerzialisierung von Durchbrüchen in der Meereswissenschaft und trägt dazu bei, erschwinglicheren, hochwertigen Tiefseefisch in die Haushalte zu bringen.