Auf der Baustelle des Baozuo-Tunnels im Kreis Songpan der Autonomen Präfektur Aba der Tibeter und Qiang in der Provinz Sichuan haben Bauarbeiter der China Railway Electrification Bureau Group Co., Ltd. am 15. Juni den ersten Oberleitungsmast für die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke errichtet. Dies markiert den Beginn einer neuen Bauphase der Bahnstrecke Xining–Chengdu, in der die elektrischen Systeme für den Zugbetrieb eingebaut werden. Diese sind Voraussetzung für den späteren Gleisbau, den Testbetrieb und die termingerechte Inbetriebnahme der gesamten Strecke.

Die China Railway Electrification Bureau Group bei der Errichtung des ersten Oberleitungsmasts auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Xining–Chengdu. (Foto von China Railway Electrification Bureau Group)
Die elektrischen Systeme einer Bahnstrecke umfassen vier Bereiche: Kommunikationstechnik, Signaltechnik, Stromversorgung und die Oberleitungen. Sie bilden als „zentrales Gehirn“ und „Quelle der Antriebskraft“ das Kernstück beim Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken. Damit sind diese Systeme unmittelbar für den sicheren, stabilen und effizienten Zugbetrieb verantwortlich. Über die Oberleitung gelangt der Strom direkt zu den Zügen und Lokomotiven. Qualität und Präzision beim Bau der Oberleitung wirken sich daher direkt auf die Betriebssicherheit und die Laufruhe der Züge aus.
Wang Jianjun, Projektmanager der Bahnstrecke Xining–Chengdu bei der China Railway Electrification Bureau Group, erklärte: „Das Projekt ist mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert: das kalte Hochgebirgsklima, die sich daraus ergebenden kurzen Bauzeitfenster und erschwerte Baubedingungen aufgrund der komplexen Topografie. Um den ersten Oberleitungsmast auf Anhieb erfolgreich zu montieren, hat sich das Projektbüro eng mit der Bauleitung abgestimmt und zahlreiche Vor-Ort-Begehungen auf der Baustelle, Planungsbesprechungen sowie technische Unterweisungen durchgeführt, um den Bauprozess kontinuierlich zu optimieren.“
Die Strecke Xining–Chengdu ist Teil des Korridors Xining/Lanzhou–Guangzhou im chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzplan „Acht Vertikale und Acht Horizontale“ (8+8). Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Gesamtstrecke verbessert sich die Anbindung der Bevölkerung entlang der Strecke erheblich. Gleichzeitig werden die Städte Xining und Lanzhou enger mit der Wirtschaftsregion Chengdu–Chongqing vernetzt. Dies fördert die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der umliegenden Gebiete und trägt zur Stärkung und Entwicklung ländlicher Räume bei.