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Wie sehen die Städte der Zukunft aus? Junge Leute aus aller Welt suchen in China nach Antworten

Mittwoch, 24. Juni 2026 Quelle :

Im Sommer verlassen Studenten normalerweise ihren Campus. Doch für eine Gruppe junger Menschen aus China und Großbritannien bietet sich diesen Sommer die Gelegenheit, einen ganz anderen Hörsaal zu betreten: chinesische Städte selbst.

Seit Montag führt der neue „Yinghua Fellowship-Youth Dialogue“ Studenten von Universitäten wie Oxford, Cambridge und Tsinghua durch die großen chinesischen Städte – eine Reise zu Technologie, Kultur und städtischem Leben. Eine der ersten Stationen war eine Smart Factory in Guangzhou, der Hauptstadt der Provinz Guangdong. Dort konnten die Teilnehmer die Vision der „Zukunftsstadt“ mit Technologien wie fliegenden Autos, humanoiden Robotern und autonomem Fahren schon aus nächster Nähe begutachten.

„Mir war gar nicht klar, dass fliegende Autos schon mehr als nur ein theoretisches Konzept sind“, wunderte sich Sophie Collingham von der Universität Cambridge. „Dass sie bereits eingesetzt werden, hat mich echt umgehauen.“

Für Sara El Khamlichi, ebenfalls von der Universität Cambridge, bestätigte der Besuch, was man ihr vor der Ankunft schon gesagt hatte: Chinas Technologie sei viel fortschrittlicher als alles, was sie von zu Hause gewohnt sei.

Auch Lam Chen Jun, ein malaysischer Jurastudent in Cambridge mit familiären Wurzeln in Guangzhou, war beeindruckt: „Ich dachte immer, diese fliegenden Autos gibt es nur in Filmen. Dann ist es toll, sie jetzt tatsächlich einmal in echt zu sehen.“

Aus der ersten Überraschung erwuchsen schnell größere Fragen. So diskutierten die Studenten, wie Automatisierung den Rhythmus des städtischen Lebens verändern könnte, wie künstliche Intelligenz reguliert werden sollte und welche Rolle den Menschen in immer intelligenter werdenden urbanen Räumen noch zukommt.

„Ich denke, die Automatisierung wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Was mich dabei interessiert, ist vor allem die Regulierung dieser Technologien: Wie schützen wir die Menschen und wie schützen wir die Technologien selbst, beispielsweise mit Urheberrechten, Patenten und so weiter?“, so Lam.

In den nächsten Wochen erkunden die Studenten weitere chinesische Städte und treffen Unternehmer, Forscher und Ingenieure. Die Städte der Zukunft, von denen sie sprechen, mögen eines Tages von künstlicher Intelligenz, autonomen Fahrzeugen und intelligenten Maschinen geprägt sein. Doch für den Moment werden sie durch etwas viel Leiseres geformt: junge Menschen, die sich fragen, in welcher Zukunft sie einmal wirklich leben möchten.