Der mongolische Präsident Uchnaagiin Chürelsüch hat am Dienstag die mit chinesischer Unterstützung errichtete neue zentrale Kläranlage in Ulaanbaatar als Symbol für die umfassende strategische Partnerschaft und Freundschaft zwischen den beiden Völkern gewürdigt.
Dies erklärte Chürelsüch bei einem Besuch der Anlage, die Mitte Juni offiziell ihren Betrieb aufgenommen hatte.
Er bedankte sich bei allen Projektbeteiligten und betonte, die neue Anlage werde die Lebensqualität der Bewohner der mongolischen Hauptstadt verbessern, zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts beitragen und die langfristige Entwicklung der Stadt fördern.
Der Bau der Anlage begann im Jahr 2019. Mit einer täglichen Aufbereitungskapazität von 250.000 Kubikmetern – doppelt so viel wie bei der 1964 in Betrieb genommenen Vorgängeranlage – erweitere sie laut der Pressestelle des Präsidenten die Kapazität der Stadt zur Klärung von Abwasser erheblich.
Die neue Anlage kann den gesamten bei der Aufbereitung anfallenden Klärschlamm verarbeiten und dabei Strom erzeugen, der etwa 35 Prozent ihres eigenen Energiebedarfs deckt. Die jährlichen Stromkosten könnten so um schätzungsweise sieben bis acht Milliarden mongolische Tugrik (etwa 1,71 bis 1,96 Millionen Euro) gesenkt werden, so der Betreiber.
Unterdessen erklärte der Leiter der Behörde für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung von Ulaanbaatar, Tsogtsaikhan Turkhuu, das Projekt sei trotz der Schwierigkeiten aufgrund der COVID-19-Pandemie fertiggestellt worden. Seit 2023 seien rund 70 Mitarbeiter in China für den Betrieb der Anlage geschult worden.
Mehr als die Hälfte der 3,5 Millionen Einwohner der Mongolei lebt in Ulaanbaatar.