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Chinesisches Forschungsschiff bricht zu 40-tägiger wissenschaftlicher Expedition im westlichen Pazifik auf

Montag, 06. Juli 2026 Quelle :

Das chinesische Forschungsschiff „Kexue“ (wörtlich: „Wissenschaft“) verließ am Samstag seinen Heimathafen in Qingdao in der Provinz Shandong zu einer 40-tägigen wissenschaftlichen Expedition im westlichen Pazifik.


Das chinesische Forschungsschiff „Kexue“ am 4. Juli in einem Hafen in Qingdao in der Provinz Shandong vor dem Beginn seiner 40-tägigen wissenschaftlichen Expedition im Westpazifik. (Xinhua/Li Ziheng)

An Bord des Schiffes 33 Forscher sowie 57 Besatzungsmitglieder und Techniker aus über 10 chinesischen Institutionen werden sich zwei großen wissenschaftlichen Aufgaben widmen. Zum einen soll die Veränderlichkeit des Strömungssystems im Westpazifik und des Warmwassergebiets sowie deren Rolle beim Klimawandel untersucht werden. Zum anderen geht es um die Entwicklung der komplexen Geologie und Geomorphologie des Westpazifiks sowie deren Auswirkungen auf die Ressourcen und die Umwelt, so das Institut für Ozeanologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, das die Expedition durchführt.

Wie das in Qingdao ansässige Institut mitteilte, wird die Expedition zudem interdisziplinäre Beobachtungen durchführen, die sich auf die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Meer, physikalische Ozeanographie sowie Meeresökologie, -biologie, -chemie und -geologie erstrecken.

Laut dem Direktor des Instituts, Wang Fan, wurde ein integriertes Beobachtungssystem aus festen Bojen und Unterwasserverankerungen, Tauchbooten und schiffsgestützten Messfahrten entlang festgelegter Routen eingerichtet, um diese wichtigen wissenschaftlichen Fragen zu klären.

Die von den Bojen und Unterwasserverankerungen erfassten Echtzeitdaten werden in das auf künstlicher Intelligenz basierende Ocean Large Model eingespeist, wodurch Beobachtungen und Modellkorrekturen gleichzeitig erfolgen können. Dies verbessere außerdem die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von intelligenter Überwachung und Vorhersage in der Tiefsee, fügte Wang hinzu.

Die jüngste Expedition, die 15. seit Beginn der Forschungsreihe im Jahr 2010, baut auf den Ergebnissen aus mehr als einem Jahrzehnt intensiver Forschungsarbeit auf. Durch Langzeitbeobachtungen konnten die Wissenschaftler ein theoretisches Rahmenkonzept zum Verständnis der komplexen Wechselwirkungen im Westpazifik entwickeln, das Einblicke in den globalen Klimawandel sowie in die Ressourcen und die Umwelt der Tiefsee liefert.