Laut einer neuen Untersuchung hat sich die Luftqualität in China während des ersten Halbjahrs 2026 weiter verbessert.
Da die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen zur Verringerung der Emissionen aus dem Verkehr beitrage, habe sich der Abwärtstrend bei der durchschnittlichen Konzentration von PM2,5-Partikeln fortgesetzt, hieß es in dem Bericht.
In der ersten Jahreshälfte sparte demnach die Nutzung von Elektrofahrzeugen eine Treibstoffmenge ein, die schätzungsweise der Energie von 33,7 Millionen Tonnen Rohöl entspricht. Dies ist ein Anstieg von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr und fast dreimal so viel wie im ersten Halbjahr 2023.
Der gesparte Sprit entsprach in etwa sechs Prozent der chinesischen Rohölimporte 2025, oder anders ausgedrückt den Importen von 22 Tagen, wenn man einen über das Jahr gerechneten täglichen Durchschnittswert zugrunde legt.

Elektroautos an einer Ladestation in Beijing, China. (Foto von VCG)
Die Stickstoffdioxid-Belastung (NO₂) in den Städten, die eng mit Abgasen im Straßenverkehr zusammenhängt, sank im zweiten Quartal um sieben Prozent, nachdem aufgrund gestiegener Kraftstoffpreise mehr Menschen auf Elektrofahrzeuge, öffentliche Verkehrsmittel und Carsharing umgestiegen waren.
Der Bericht hob zudem die anhaltenden Fortschritte bei der Emissionsbekämpfung hervor. So seien Schätzungen zufolge Schadstoffemissionen in 28 der 31 Provinzhauptstädte Chinas gesunken. Dies deute trotz ungünstiger Wetterbedingungen in einigen Gebieten auf weitere Fortschritte im Kampf gegen Luftverschmutzung hin.
Von den drei wichtigsten Regionen für die Bekämpfung der Luftverschmutzung verzeichnete in den ersten sechs Monaten dieses Jahres das Jangtse-Delta die größten Verbesserungen der PM2,5-Werte. Auch in den Ebenen entlang der Flüsse Fenhe und Weihe wurden niedrigere PM2,5-Konzentrationen gemessen.
Seit März dieses Jahres setzt der neue Grenzwert von im Jahresdurchschnitt 30 Mikrogramm PM2,5-Partikeln pro Kubikmeter Luft strengere Maßstäbe für die Bewertung der Luftqualität an. Wenn alle Städte diesen Grenzwert einhalten würden, könnten laut dem Bericht jährlich etwa 156.000 durch Luftverschmutzung bedingte Todesfälle vermieden werden. Diese Zahl könnte auf 300.000 steigen, wenn 2031 ein noch strengerer Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter in Kraft tritt.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, räumt der kürzlich verabschiedete „Beautiful China“-Plan der Bekämpfung der Luftverschmutzung weiter hohe Priorität ein. Die strengsten PM2,5-Ziele konzentrieren sich dabei auf bestimmte Schlüsselregionen. Außerdem enthält der Plan ehrgeizigere Ziele für saubere Verkehrsmittel.