Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping ist am Freitagnachmittag in Shanghai mit UN-Generalsekretär António Guterres zusammengetroffen. Guterres war zur Eröffnung der Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz 2026 sowie des Hochrangigen Treffens zur Globalen Governance der Künstlichen Intelligenz nach China gereist.

Xi würdigte die Arbeit von Guterres während dessen zehnjähriger Amtszeit als UN-Generalsekretär. Er betonte, dass China seit der Wiederherstellung seines rechtmäßigen Sitzes in den Vereinten Nationen vor 55 Jahren stets eine aktive Rolle als Verfechter des Weltfriedens, Unterstützer der globalen Entwicklung und Bewahrer der internationalen Ordnung eingenommen habe. China werde die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen weiterhin vertiefen, um Frieden und Entwicklung weltweit zu fördern und den Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit voranzutreiben.
Xi hob hervor, dass die internationale Lage derzeit von zunehmender Unsicherheit und Instabilität geprägt sei. Umso wichtiger sei es, den echten Multilateralismus weiter zu stärken und die Stellung sowie die Rolle der Vereinten Nationen zu festigen.

Jedes Land sei ein gleichberechtigtes Mitglied der internationalen Gemeinschaft. Die Souveränität, territoriale Unversehrtheit und berechtigten Interessen jedes Landes müssten respektiert werden. Die Welt dürfe nicht in eine Ära des „Gesetzes des Dschungels“ zurückfallen. Die Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen müssten eingehalten und die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene internationale Ordnung sowie die grundlegenden internationalen Regeln bewahrt werden.
Gleichzeitig müsse sich die UNO an die Veränderungen der Zeit anpassen und den Mut zu notwendigen Reformen zeigen. Die mehr als 190 Staaten der Welt seien durch ein gemeinsames Schicksal verbunden und sollten gemeinsam auf globale Herausforderungen reagieren. Die großen Länder müssten dabei mehr Verantwortung übernehmen, langfristiger denken und einen größeren Beitrag zur Bewältigung internationaler Herausforderungen leisten.