„Belt and Road“-Nachrichtennetzwerk

BRNN>>„Belt and Road“-Nachrichtennetzwerk>>BRI-Nachrichten>>Aktuelles

Gelber Fluss seit 27 Jahren nicht mehr ausgetrocknet

Donnerstag, 13. August 2026 Quelle :

Wie das Ministerium für Wasserressourcen mitteilte, registrierte die niedrigste Pegelstation am Gelben Fluss in Lijin am 12. August eine Durchflussmenge von 2030 Kubikmetern pro Sekunde. Damit führt der Strom seit 1999 über 27 Jahre ununterbrochen Wasser.

Einem Verantwortlichen des Ministeriums für Wasserressourcen zufolge begann die Kommission zum Schutz des Gelben Flusses des Ministeriums 1999 mit der koordinierten Regulierung der Wassermenge im Fluss. In den seitdem vergangenen 27 Jahren hat sich die Wasserregulierung am Gelben Fluss von der reinen Verhinderung einer Austrocknung schrittweise zu einem differenzierten Steuerungssystem entwickelt, das mehrere Ziele gleichzeitig verfolgt. Heute bildet es das Rückgrat für den Schutz der ökologischen Gesundheit des großen Stroms.

Die Gesamtwassermenge in den Hauptzuflussgebieten des Gelben Flusses belief sich im hydrologischen Jahr 2025/26 auf 48,924 Milliarden Kubikmeter, sieben Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt. Die Kommission zum Schutz des Gelben Flusses vereint die Betreiber der wichtigsten Stauseen in den Provinzen des Einzugsgebiets des Gelben Flusses, setzt den vom Ministerium bewilligten Jahresplan zur Wasserbewirtschaftung konsequent um und passt die Regulierungspläne monatlich, in den Spitzenlastzeiten alle zehn Tage, den aktuellen Gegebenheiten an. Damit übt die Kommission eine präzise Kontrolle über den Wasserfluss des gesamten Flusses aus. Über die gesamte Länge des Hauptstroms des Gelben Flusses hinweg, kam es weder zu Unterbrechungen des Wasserflusses noch zu gefährlich niedrigen Durchflussmengen, die eine Frühwarnung ausgelöst hätten.

Im Rahmen ökologisch motivierter Wasserzufuhr und Wasserumleitungen zwischen den Einzugsgebieten verschiedener Nebenflüsse regulierte die Kommission die Zufuhr von Wasser in wichtige Gebiete abseits des Flussbetts. So wurden dem Wuliangsu-See während des hydrologischen Jahrs 2025/26 insgesamt 459 Millionen Kubikmeter und dem Delta des Gelben Flusses 216 Millionen Kubikmeter Wasser zugeführt.

Gleichzeitig veranlasste die Kommission die Umleitung von 346 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Gelben Fluss in die Provinz Hebei. Zusammen mit Anlagen des großen Projekts zum Transfer von Wasser aus Süd- nach Nordchina konnte so das fünfte Jahr in Folge der Kanal zwischen Beijing und Hangzhou ganzjährig betrieben werden. Dieser Kanal versorgt Flüsse und Seen im Norden Chinas mit Wasser und unterstützt so deren ökologische Regeneration.

Darüber hinaus konnte die Sanierung der ersten 18 als „Mutterflüsse“ bezeichneten Flüsse im Einzugsgebiet des Gelben Flusses abgeschlossen werden. Fünf Flüsse, unter ihnen der Heihe, wurden als landesweite Vorbilder für die Wiederherstellung von „Mutterflüssen“ ausgezeichnet. Eine zweite Gruppe von 29 Flüssen und Seen hat bereits Aufnahme in das Sanierungsprogramm erhalten. Die Erstellung und Begutachtung der maßgeschneiderten Pläne nach dem Prinzip „ein Fluss, eine Strategie“ schreitet planmäßig voran und der Umfang der ökologischen Sanierungen wächst stetig.

Um die Bedarfsspitzen während der Bewässerungszeiten im Frühling und Sommer zu bewältigen, verstärkt die Kommission ihre Echtzeitsteuerung und Reaktionsfähigkeit in Notfallsituationen. Bei der Wasserregulierung berücksichtigt sie sowohl den Hochwasserschutz und die Wasserversorgung als auch ökologische Anforderungen und die Stromerzeugung, um den Gesamtnutzen der Anlagen zu maximieren.