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Durchbruch bei Wassersuche in der Taklamakan-Wüste

Dienstag, 22. September 2026 Quelle :

Vor Kurzem erzielte das Zentrum für hydrogeologische und umweltgeologische Untersuchungen des Geologieamts der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang in einem Projekt zur Wassersuche und Anwendungsdemonstration in den Wüstengebieten Süd-Xinjiangs einen bedeutenden Durchbruch.


Gesamtansicht der Versuchsstation. (Foto von Interviewpartner zur Verfügung gestellt)

Am Südrand der Taklamakan-Wüste in der Gemeinde Andier des Kreises Minfeng und im Wüsteninneren südlich des Mazartag-Gebirges wurden zwei große Gebiete zur potenziellen Erschließung von Grundwasser entdeckt. Damit wurden verschiedene Probleme wie die beträchtlichen Schwierigkeiten bei der Erkundung von Grundwasser in extrem trockenen Regionen, das mangelnde Verständnis tiefer Grundwasser führender Schichten und das unzureichende Wissen über den Umfang von Grundwasservorkommen gelöst. Außerdem konnte die überkommene Auffassung widerlegt werden, unter der Wüste gebe es nur fossiles Wasser und Salzwasser.

Das Projektteam kombinierte eine Vielzahl von Techniken wie Satellitenfernerkundung, hydrogeologische Kartierung, luftgestützte transiente Elektromagnetik (TEM), geophysikalische Bodenuntersuchungen, Bohrungen, schichtweise Pumpversuche sowie hydrochemische und Isotopenuntersuchungen miteinander. Auf diese Weise entstand ein technisches System zur Grundwassererkundung in extrem trockenen Wüstenregionen nach dem Prinzip „Satellit-Luft-Boden-Bohrloch“. Zudem entwickelte das Team ein quantitatives Umrechnungsmodell zwischen Gesteinslithologie, elektrischem Widerstand und der Gesamtmenge der im Grundwasser gelösten Feststoffe (Total Dissolved Solids, TDS). Für die Grundwassererkundung in ähnlich extremen Wüstengebieten Chinas steht somit eine auf andere Gebiete übertragbare technische Lösung zur Verfügung.


Das Team bei der Durchführung eines Pumpversuchs. (Foto von Interviewpartner zur Verfügung gestellt)

Zugleich errichtete das Team im Rahmen des Projekts zur Eindämmung der Ausbreitung der Taklamakan-Wüste eine Versuchsstation zur Nutzung von Brack- und Salzwasser und führte systematisch Forschungsarbeiten wie die Auswahl und den Anbau standortgerechter Nutzpflanzen sowie die begleitende Überwachung dieses gesamten Prozesses durch. Die Forscher führten Vergleichsversuche durch, bei denen jeweils ein Teil der angebauten Pflanzen auf verschiedene Art und Weise bewässert wurde. Dabei kamen Süßwasser, leicht salzhaltiges Wasser und Salzwasser im Wechsel, gemischt oder direkt zum Einsatz. Mit diesen Versuchen wurde die umfassende Erschließung und Nutzung von Wasser und Boden in Wüstenregionen als Modellversuch systematisch erforscht, woraus eine innovative Anbaumethode entstand, wonach für das Aufgehen der Pflanzen Süßwasser und später in abgestufter Konzentration Salzwasser zur Bewässerung verwendet wird. Für die Wüstengebiete Süd-Xinjiangs werden so mehr praktische Erfahrungen sowohl für das Projekt zur Eindämmung der Wüstenausbreitung als auch für die hochwertige Entwicklung der Landwirtschaft gesammelt.