
Beginn der Hirseernte in der Stadt Chifeng in der nordchinesischen Autonomen Region Innere Mongolei am 28. September 2026. (Foto: VCG)
Der 29. September ist der Internationale Tag zur Sensibilisierung für den Verlust und die Verschwendung von Lebensmitteln. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gehen schätzungsweise 13,2 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel, etwa 1,25 Milliarden Tonnen, zwischen der Ernte und dem Verkauf verloren.
Auf ihrem Weg vom Acker auf den Tisch durchlaufen Lebensmittel mehrere Stationen wie Anbau, Ernte, Lagerung, Transport und Verarbeitung. Verluste bei jeder dieser Stationen zu reduzieren, ist zu einer zentralen Aufgabe zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit geworden. In den letzten Jahren hat der beschleunigte Einsatz von Smart Agriculture, intelligenten Maschinen, umweltfreundlicher Getreidelagerung und digitalen Überwachungstechnologien maßgeblich dazu beigetragen, dass jedes einzelne Korn sicher in den Getreidespeicher gelangt.
Bei der Ernte auf dem Feld verändern intelligente Landmaschinen die traditionellen Arbeitsweisen. Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten lagen die Verlustraten bei der maschinellen Ernte von Weizen, Reis und Mais in China im Jahr 2024 bei 0,93, 1,76 und 2,06 Prozent, was einem Rückgang um 1 bis 2 Prozentpunkte im Vergleich zu 2021 entspricht. Innerhalb von drei Jahren konnten die Getreideverluste um mehr als 25 Millionen Tonnen reduziert werden. In der ostchinesischen Provinz Shandong lag die durchschnittliche Verlustrate bei der mechanisierten Weizenernte im Jahr 2024 bei lediglich 0,81 Prozent.
Nach Angaben der Nationalen Behörde für Lebensmittel und strategische Reserven vom Oktober 2025, die auf Erhebungen der letzten drei Jahre basieren, liegt die Gesamtverlustrate während der Lagerung in Getreidespeichern unterhalb von einem Prozent. Dabei handelt es sich hauptsächlich um natürlichen Schwund infolge von Feuchtigkeit und Verunreinigungen.
Was die Getreidelogistik im weiteren Sinne betreffe, habe der durchschnittliche Verlust bei Lagerung, Verarbeitung und Transport in den letzten Jahren bei etwa 2 Prozent der gesamten jährlichen Getreideproduktion gelegen, erklärte Qin Yuyun, stellvertretender Direktor der Nationalen Behörde für Lebensmittel und strategische Reserven, auf einer Pressekonferenz des Informationsbüros des Staatsrats am 14. Oktober 2025. Die Verlustrate beim Getreidetransport sei auf 0,8 Promille zurückgegangen.
Der am 25. November 2024 von den Generalbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und des Staatsrats veröffentlichte Aktionsplan zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung legt klare Ziele fest: Bis Ende 2027 sollen die Getreideverluste bei Produktion, Lagerung, Transport und Verarbeitung unter das internationale Durchschnittsniveau gebracht werden. Da Agrarwissenschaft und -technologie immer stärker in die gesamte Wertschöpfungskette hineinwirken, erzielt das Konzept der „Ertragssteigerung durch Verlustvermeidung“ nun handfeste Ergebnisse.