Auf dem Gelände des Forstbetriebs Shuangfeng in der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang, genauer in der Stadt Mudanjiang, schneit es häufig. Die Schneesaison dauert bis zu sieben Monate und die Schneedecke kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Im Jahr 2014 stellte der Betrieb Shuangfeng den kommerziellen Holzeinschlag in den Naturwäldern ein, um die natürlichen Ressourcen zu schützen. Die Forstarbeiter, die zuvor vom Holzeinschlag gelebt hatten, standen damit vor der Herausforderung, sich beruflich neu aufzustellen.
Heute gibt es im „Schneedorf“ mehr als 200 Wirtschaftsbetriebe. Im Winter empfängt der Ort mehr als 800.000 Besucher, schafft mehr als 1.000 Arbeitsplätze, und mehr als 5.500 Menschen sind im Tourismus tätig. Eis und Schnee haben nicht nur die Integration von Kultur und Tourismus vorangetrieben, sondern auch die Modernisierung der Wirtschaftsstruktur gefördert. Sie sind zu einer wichtigen Stütze für die Wiederbelebung des ländlichen Raums im Nordosten geworden.
Der Wandel des „Schneedorfes“ ist ein anschauliches Beispiel für Chinas Weg zu grünem Wohlstand: durch die Nutzung natürlicher Ressourcen, den konsequenten Vorrang des Umweltschutzes und die Umwandlung der Schönheit der Natur in mehr Wohlstand für die Bevölkerung. Die Kälte und die Schneefälle sind heute zu einem wertvollen Reichtum geworden, der die Entwicklung vorantreibt, die Einkommen erhöht und Wohlstand schafft.
