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Präsident von Merck China: China wird zum Motor globaler Innovation

Donnerstag, 29. Oktober 2026 Quelle :

China entwickelt sich zu einem zentralen Motor für globale Innovationen, erklärte Rogier Janssens, Präsident von Merck China und Geschäftsführer des Life Science-Geschäfts in China, kürzlich in einem Interview mit Xinhua.

China sei einer der weltweit wichtigsten Absatzmärkte für die Bereiche Life Sciences, Gesundheitswesen und Elektronik, die zu den Kerngeschäften von Merck zählten, ergänzte Janssens. Zusammen mit Chinas zunehmender Bedeutung in den Bereichen Onkologie, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und anderen Feldern der weltweiten Arzneimittelentwicklung sei dies der Grund dafür, dass das Unternehmen seine Präsenz im Land weiter ausbauen wolle.

Im Rahmen dieser Bemühungen gab das Unternehmen Anfang dieser Woche bekannt, eine Vereinbarung mit der Hong Kong Science and Technology Parks Corporation (HKSTP) über die Einrichtung des „Merck Hong Kong Center“ unterzeichnet zu haben. Dabei handelt es sich um eine spezielle Einrichtung für die Bereitstellung wissenschaftlicher Produkte, technologische Vorführungen und fachliche Beratung.

Dieser Schritt erfolgte nach der Eröffnung des Merck Greater Bay Area (GBA) Innovation and Collaboration Center in Shenzhen im Juni. Janssens bezeichnet die beiden Standorte in der GBA als Ausdruck des starken Engagements von Merck in der Region, die als Vorreiter für das Wachstum in den Bereichen Life Sciences, Gesundheitswesen und Elektronik gilt.

Laut Janssens werden den Zentren gemäß den jeweiligen Stärken der beiden Städte jeweils unterschiedliche Schwerpunkte zugewiesen. Der Standort in Hongkong konzentriert sich in erster Linie auf frühe Entwicklungsphasen und frühe klinische Forschung. Sein Pendant in Shenzhen legt den Schwerpunkt eher auf die Skalierung der Produktion im Bereich Biotechnologie und niedermolekulare Wirkstoffe.

Janssens ging näher auf die Vereinbarung ein und erklärte, Hongkong sei für die klinische Forschung außerordentlich gut aufgestellt. Das Krankenhausnetzwerk verfüge über strenge internationale Akkreditierungen, und die dort gewonnenen klinischen Daten würden von den wichtigsten internationalen Aufsichtsbehörden allgemein anerkannt.

Neben einer ausgereiften Infrastruktur für klinische Studien könnten Hongkongs etablierte Finanzmärkte, sein dynamisches Ökosystem für Innovationen und sein breites Reservoir an Fachkräften chinesischen Technologien den Einstieg in globale Märkte erleichtern, so Janssens.

Multinationale Unternehmen wie Merck könnten sich an diesem Prozess beteiligen, indem sie den fachlichen Austausch und gegenseitiges Lernen zwischen ihren technischen Experten und lokalen Wissenschaftlern sowie Start-ups fördern – so wie es laut Janssens beim Zentrum in Hongkong der Fall sein wird.

„Bei dieser Zusammenarbeit geht es darum, Wissenschaft und Innovation zu fördern.“